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Kölner Ärzte, Krankenhäuser und Suchthilfeeinrichtungen für Forschungsprojekt gesucht

25.02.2010 - (idw) Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Sucht im Alter ist ein verbreitetes Problem, das jedoch zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Wissenschaftler eines Forschungsprojektes des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der KatHO NRW wollen Ärzte, Patienten und ihre Angehörige dafür sensibilisieren und Wege aus der Sucht aufzeigen. Denn auch wenn Sucht im Alter schwere Komplikationen verursacht, ist es möglich, diese Krankheit zu behandeln und so die Lebensqualität im Alter zu verbessern. Kölner Ärzte, Krankenhäuser und Suchthilfeeinrichtungen, die sich an dem Projekt beteiligen möchten, können sich beim DISuP melden (Tel. 0221/77 57-513, d.spieker@katho-nrw.de). Die teilnehmenden Ärzte erhalten neben einer kleinen Aufwendungspauschale und der kostenlosen Teilnahe an den akkreditierten Fortbildungen die Möglichkeit, sich aktiv an der Forschung für eine bessere Zukunft abhängiger Menschen zu beteiligen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Suchthilfeeinrichtungen gibt es ebenfalls kostenlose Weiterbildungsangebote.

Das Forschungsprojekt mit dem Namen "SLAAC - Steigerung der Lebensqualität im Alter bei Alkoholspektrumsstörungen und Medikamentenabhängigkeit durch Community-Netzwerk-Interventionen" ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Programms SILQUA - FH. Dieses fördert Forschungsprojekte an Fachhochschulen, die Konzepte entwickeln, die helfen, die Lebenssituation älterer Menschen zu verbessern und so den Herausforderungen des demografischen Wandels besser entgegentreten zu können.

In Kölner Krankenhäusern und Hausarztpraxen sollen Ärzte Patientinnen und Patienten ab 55 Jahren mit dem Verdacht auf Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch zunächst als solche erkennen und auf Substanzprobleme testen. Im vertrauten Verhältnis zwischen Patient und Arzt sollen sie auf Risiken des Missbrauchs aufmerksam gemacht werden und zur Konsumreduktion angeregt werden. Ebenfalls im Fokus der Studie ist das Netzwerk der Kölner Suchthilfe: Kann einem Patienten im Ärzte-Netzwerk nicht ausreichend geholfen werden, soll er möglichst optimal in eine passende Einrichtung der Suchthilfe vermittelt werden. Dort wird ebenfalls eine neue Interventionsform, die besonders die Angehörigen der Betroffenen mit einbezieht, getestet.

Redaktion und weitere Informationen: Dominik Spieker, Tel. 0221/7757-513, d.spieker@katho-nrw.de

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