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Vom Gen zur Ethik - Wissen und Verantwortung in den Biowissenschaften

26.02.2010 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Wie sich das Verhältnis von Biowissenschaften und Gesellschaft über die letzten Jahrzehnte verändert hat und was gegenwärtig "Verantwortung" in den Biowissenschaften bedeutet diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Biowissenschaften am 11. März 2010 auf einer Tagung in Essen. Die Tagung wird vom Center for Responsibility Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) in Kooperation mit dem Zentrum für Medizinische Biotech¬nologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen veranstaltet. Die Tagung "Vom Gen zur Ethik" widmet sich den grundsätzlichen Fragen, wie wir mit der Vielfalt an "Biowissen" umgehen und was genau "Verantwortung" in den Biowissenschaften bedeutet. Im Fokus stehen außerdem folgende Fragen: Welche Wissens- und Verantwortungskulturen tangieren die Beziehung zwischen "Gen" und Lebensbegriff, Evolution, Vererbung und Verhalten? Welche ethischen Dimensionen werden durch Gentechnik, Biomedizin und Agrarwissenschaft berührt? Dazu sollen aktuelle Analysen und Perspektiven im interdisziplinären Dialog und Erfahrungsaustausch gesucht und entfaltet werden. Ein besonderes Anliegen der Veranstalter ist es auch, die gewonnenen Erfahrungen und Ansätze in die interdisziplinäre Lehr- und Forschungspraxis an den Hochschulen einzubringen.

Wissenschaftliche Leitung:
Ludger Heidbrink (Center for Responsibility Research am KWI) und Hans Werner Ingensiep (Universität Duisburg-Essen)

ReferentInnen:
Lydia Didt-Koziel (Universität Duisburg-Essen), Franz-Theo Gottwald (Vorstand Schweisfurth-Stiftung, München), Kristian Köchy (Universität Kassel), Peter Kunzmann (Universität Jena), Staffan Müller-Wille (University of Exeter), Christoph Rehmann-Sutter (Universität zu Lübeck), Bernhard Verbeek (Technische Universität Dortmund), Michael Weingarten (Universität Stuttgart).

Ausführliches Tagungsprogramm: siehe unten

Datum: 11. März 2010, 9.30 bis 19 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestrasse 31, 45128 Essen

Journalisten sind herzlich eingeladen, um eine Anmeldung bis zum 9. März 2010 wird gebeten.

Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-274.html

PROGRAMM

Donnerstag, 11. März 2010

9.30 Uhr
Begrüßung & Einführung
Prof. Dr. Ludger Heidbrink (KWI Essen)
Prof. Dr. Hans Werner Ingensiep (Institut für Philosophie, Universität Duisburg-Essen)
Dr. Lydia Didt-Koziel (ZMB, Universität Duisburg-Essen)

10.00 Uhr
"Biophilosophische Grundlagen"
Prof. Dr. Dr. Kristian Köchy (Institut für Philosophie, Universität Kassel)

11.00 Uhr
"Evolution & Gen"
Prof. Dr. Michael Weingarten (Institut für Philosophie, Universität Stuttgart)

12.00 Uhr
"Vererbung & Wissen"
Dr. Staffan Müller-Wille (Centre for Genomics in Society, University of Exeter UK)

13.00 Uhr: Mittagessen

14.00 Uhr
"Gen & Verhalten"
Prof. Dr. Bernhard Verbeek (Biologie, Universität Dortmund)

15.00 Uhr
"Biomedizin & Verantwortung"
Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter (Institut für Medizin¬geschichte und Wissenschaftsforschung (IMGWF), Universität zu Lübeck)

16.00 Uhr: Pause

16.30 Uhr
"Gentechnik & Würde"
Prof. Dr. Peter Kunzmann (Zentrum für Ethik, Universität Jena)

17.30 Uhr
"Agrarwissenschaft, Ernährung & Ethos"
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald (Vorstand Schweisfurth-Stiftung, München)

18.30 Uhr
Rückblick & Abschlussdiskussion "Wissen und Verantwortung in den Biowissenschaften"

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.


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