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Bildungstausch: reformieren Finnland und Deutschland ihr Studienangebot synchron?

26.06.2003 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald


Die ersten Bachelorabsolventinnen sind längst gekürt . Photo: EP PM 86/2003


Am 1. Juli laden die Mitarbeiter des BLK-(Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung)-Projekts "Leistungspunkte" und des Geographischen Instituts für 18 Uhr c.t. in das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (Lutherstr. 14) zu einer Podiumsdiskussion. Anlaß ist die Gastdozentur von Prof. Erkki Jauhiainen von unserer Partneruniversität Joensuu. Er wird sich mit Greifswaldern und Ex-Greifswaldern über die Ziele und den Stand der praktischen Umsetzung der Vorgaben des Bologna-Prozesses austauschen.

Erkki Jauhiainen ist in Joensuu Koordinator für die Bologna-Reformen. Er wird sich das Podium teilen mit den Professoren Jürgen Kohler (Altrektor der Universität und Leiter des Projekts "Quality Culture" der EUA, der europäischen Universitätenvereinigung), Matthias Schneider (Studiendekan der Philosophischen Fakultät und Leiter genannten BLK-Projekts) und Reinhard Zölitz-Möller (Prodekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät). Auch Dr. Stefanie Hofmann wird mitreden. Sie hat als als Projektmanagerin vielen Reformen an der Universität Greifswald die Federn geführt und ist nach einer Referentintätigkeit für Studium und Lehre an der Hochschulrektorenkonferenz HRK ab dem 1. Juli bei der Akkreditierungsagentur Acquin in Bayreuth zuständig für internationale Beziehungen. Die Moderation auf dem Podium übernimmt der Politologe und Nordeuropaspezialist Prof. Dr. Bernd Henningsen.

Im September kommen in Berlin Eruopas Bildungsminister zu einer Bologna-Nachfolgekonferenz zusammen, um über den Stand der Umsetzung ihres 1999 in Bologna gesteckten Ziels eines europäischen "Hochschulraums" zu beraten; die Universität Greifswald ist dafür schon weit gegangen. Wichtige Weichen sind unsere Projekte zur Studien- und Hochschulreform für die Internationalisierung, die Mobilität von Studierenden und die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen zwischen den Universitäten. Es gibt neue international vergleich- und anrechenbare Studiengänge (Bachelor, Master); die Diskussion um den Universitäts- und Studentenverbund "Campus Europae" sind lebhaft; die zweite Phase der Modularisierung, der Einführung von Leistungspunkten in der ganzen Uni ist in Schwung; die BA-Studierenden können in zunächst ganz fachfremden Fächern "neben"studieren, also zum Beispiel BWL als Musikologe; das Greifswalder Y-Modell zur Lehrerausbildung (mit BA und Master of Arts/Master of Education in den Schuldienst) wird von mehreren Bundesländern (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen) kopiert.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen erteilt gerne Peter Wagner, BLK-Projekt "Leistungspunkte", Domstr. 11, Tel. 86-1138, credits@uni-greifswald.de.
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