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"Bitte mit Familie" - Handfeste Konzepte für Familienorientierung an Hochschulen umgesetzt

17.03.2010 - (idw) CHE Centrum für Hochschulentwicklung

Tagung diskutierte erfolgreiche Beispiele für familienfreundliche Hochschulen Acht Hochschulen in Deutschland haben sich einem Kulturwandel verschrieben - sie arbeiten seit mehr als zwei Jahren gemeinsam im best practice-Club "Familie in der Hochschule" daran, Familie und Studium bzw. Karriere miteinander vereinbar zu machen.

Ca. 78 Prozent aller kinderlosen Studierenden und Mitarbeiter(innen) an Hochschulen wünschen sich ein Kind, aber nur 7 Prozent der Studierenden haben Kinder. Zwei Drittel aller Studierenden empfinden die Atmosphäre an der Hochschule als nicht kinderfreundlich. Als wichtigste Hinderungsgründe werden die Unsicherheit bezüglich der beruflichen Erfolgsaussichten, die entstehende Mehrfachbelastung durch Studium und Kindererziehung und Probleme der Finanzierbarkeit genannt (Quellen CHE Consult/HIS).

Die Hochschulen des best practice-Clubs machten am 15. und 16. März im Rahmen der Tagung "Bitte mit Familie - Hochschulen im Wandel" in Berlin deutlich, dass sie Lösungen für diese Probleme haben. Teilzeitstudienangebote, E-Learning-Angebote, Mentoringprogramme für Studierende und Hilfestellungen für ein Auslandsstudium mit Kind oder die Unterstützung von "dual career-Couples" machen Familie in der Hochschule lebbar und sichtbar.

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder lobte die Projekte der acht Hochschulen. Sie brächten neuen Schwung für eine familienorientierte Gesellschaft. Mehr Familiensinn im Wissenschaftsbetrieb forderte Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann: "Eltern benötigen an den Hochschulen jemanden, der ihnen den Rücken stärkt".

Auf der Tagung wurden in konkreten Handreichungen und Praxisberichten die einzelnen Verfahrensschritte dokumentiert, damit andere Institutionen von den gewonnenen Erfahrungen profitieren können. Alle Informationen zur Tagung und den Projekten finden sich im Internet auf der Seite www.familie-in-der-hochschule.de unter der Rubrik Presseinformationen.

Zum Hintergrund:
Die Initiatoren des Programms und Ausrichter der Tagung, die Robert Bosch Stiftung, der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer im Bundesministerium des Innern und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung hatten im Mai 2008 acht Hochschulen ausgezeichnet, damit diese erproben konnten, wie Familie, Arbeit und Studium an der Hochschule miteinander vereinbart werden können. Jede Hochschule hat dabei den Blick auf unterschiedliche Problemlagen gelenkt und dazu in den letzten zwei Jahren "good practices" entwickelt, die überall Schule machen sollten.

Zitate verschiedener Akteure zur Tagung finden Sie im PDF-Dokument.

Ansprechpartner
Miriam Schreuer, Robert Bosch Stiftung GmbH
Telefon: + 49 (0) 711/460 84-970,
E-Mail: miriam.schreuer@bosch-stiftung.de
Wolfgang Helmstädter, Bundesministerium des Innern
Telefon: + 49 (0) 30/18 681-1876,
E-Mail: wolfgang.helmstaedter@bmi.bund.de
Markus Langer, CHE-Consult GmbH (Geschäftsstelle)
Telefon: + 49 (0) 5241/21179-31,
E-Mail: markus.langer@che-consult.de
Weitere Informationen: http://www.familie-in-der-hochschule.de Anhang
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