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Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen bringt deutsch-indische Kooperationsprojekte an den Start

17.03.2010 - (idw) BioCon Valley Initiative

Im Rahmen der Kooperationskampagne "Umsetzung von Marketing-Maßnahmen im Zielland Indien", gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), hat das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR) an einer Delegationsreise des Bundesministeriums nach Indien teilgenommen. Ziel des NDGR-Engagements war die Präsentation erster Projektperspektiven aus der Kooperation zwischen Einrichtungen aus Deutschland und Indien auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft. Als Ergebnis des einjährigen Anbahnungsprojektes sind nun konkrete Kooperationsprojekte auf den Gebieten der Unfallforschung, der Schlaganfallbehandlung und der Medizintechnik im Entstehen. Darüber hinaus wurden in Indien, zusammen mit der gesamten BMBF-Delegation, neue Kontakte geknüpft und ein zielgerichteter Maßnahmenplan erarbeitet. Dieser soll als "Roadmap" für die deutsch-indische Kooperationen in den kommenden Jahren und insbesondere auch für das Deutschlandjahr 2010/2011 in Indien dienen.

Die skizzierten Aktivitäten sind Teil der Strategie des Bundesministeriums zur Internationalisierung und Clusterbildung von Forschungseinrichtungen in Deutschland. Ziel ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland zu stärken. Stationen der Reise waren die Technologiekonferenz "EmTech" in Bangalore am 08.und 09.März 2010 sowie ein deutsch-indischer Zukunftsworkshop in New Delhi am 11. März. Anschließend präsentierte sich das NDGR auf der "Medical Fair India", die vom12. bis14. März in Mumbai stattfand.

Der Gesundheitsökonom Stefan von Bandemer, Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen, präsentierte die gemeinsam mit der Universität Trivandrum im Bundesstaat Kerala geplante Einrichtung von Schlaganfallzentren.
Der Unfallforscher Dr. med. Uli Schmucker, Universität Greifswald / Unfallforschung Greifswald und Unfallkrankenhaus Berlin, berichtete über seine Erfahrungen bei der Entwicklung von Konzepten für die schnelle Erstversorgung von Unfallverletzten und deren Transport in die Klinik - eine besondere Herausforderung in den indischen Ballungsräumen mit ihren chronisch überlasteten Straßen. Derzeit sterben nach offiziellen Angaben in Indien jährlich weit über 100.000 Personen an Verkehrsunfällen, die Dunkelziffer ist erheblich größer und die Tendenz deutlich steigend. Gemeinsam mit international renommierten Institutionen wie der "Public Health Foundation of India" und dem "Indian Institute of Technology" sowie Kliniken in New Delhi, Bangalore und Mumbai sollen nun konkrete Pilotprojekte auf Grundlage der Erfahrungen in Deutschland und unter Berücksichtigung der Bedingungen in Indien auf den Weg gebracht werden. Weiterhin wurde eine Zusammenarbeit mit dem Ziel der Analyse von Zugunfällen in Bangalore vereinbart.

Dr. Heinrich Cuypers, BioCon Valley Greifswald, berichtete über einen eingefädelten Technologietransfer von Greifswald nach Indien. Die neoplas GmbH aus Vorpommern, eine Ausgründung des Leibniz-Institutes für Plasmatechnologie, engagiert sich für einen indischen Produzenten bei der Beschichtung von Kunststoffartikeln für die Augenchirurgie.

Ergänzend zu diesen spezifischen Aktivitäten konnten auch institutionelle Kontakte geknüpft werden. So besteht etwa bei dem privaten "M.S. Ramaiah Institute of Technology" in Bangalore großes Interesse an einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Unfallforschung und -versorgung sowie bei der Schlaganfallversorgung und in den Bereichen Biomedizin, Diabetes und Klinische Studien.

Einem breiteren Fachpublikum wurden die deutsch-indischen Kooperationsaktivitäten auf der "Medical Fair India" und der begleitenden Konferenz "Quality Healthcare for the Masses" in Mumbai, 12.-14. März 2010 vorgestellt. Hier traf das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen mit seinen Indienprojekten ebenfalls auf großes Interesse, gerade auch die Aktivitäten zum Austausch über das Design von Versorgungskonzepten.

Die aussichtsreichen Kooperationsgespräche in Indien werden zum einen auf bilateraler Ebene weitergeführt, zum anderen wird ein umfangreiches integrierendes Folgeprojekt konzipiert. Hierfür bietet nicht zuletzt das Deutschlandjahr 2010/11 in Indien gute Realisierungsvoraussetzungen.
Das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e.V. (NDGR) ist ein Verbund von derzeit 19 Gesundheitsregionen, die über 1.500 Firmen und Einrichtungen der GW repräsentiert - von der Grundlagenforschung über Dienstleistungsanbieter bis zu Bio- und Life-Science-Technologien entlang der Wertschöpfungskette. Das NDGR fördert im Rahmen des aktuellen Projektes den Aufbau von Deutsch-Indischen Zusammenarbeit in allen Feldern der Gesundheitswirtschaft.


Kontakt:
Stefanie Kuch-Steudemann
Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e. V.
Palisadenstraße 48 I 10243 Berlin
Telefon: 030-498550-60
e-mail: kuch-steudemann@ndgr.de
http://www.deutsche-gesundheitsregionen.de/

http://www.iatge.de
http://www.bcv.org

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