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Weichen für Kooperation von Senckenberg/BiK-F mit Mongolei gestellt

22.03.2010 - (idw) Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Umweltminister der Mongolei besucht mit hochrangiger Delegation das LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) am Senckenberg und hebt die vielfältigen Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern der beiden Länder hervor Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Mongolei bereits spürbar: Es treten vermehrt Waldbrände auf, Permafrostregionen tauen, Wasserkreisläufe verändern sich, bisher intakte Wälder werden massenhaft von Schädlingen befallen oder aber verjüngen sich nicht mehr. Die mongolische Regierung arbeitet deshalb mit Hochdruck an einer nationalen Anpassungsstrategie, die dazu beitragen soll, diese Veränderungen zu bewältigen, sie für die Bevölkerung erträglich zu gestalten und eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen auch unter Klimawandelbedingungen zu garantieren.
Hierbei wird sie von der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt. "Wir planen, diese nationale Klimaanpassungsstrategie bis Ende des Jahres zu erarbeiten", so der in der Mongolei für das Themengebiet Klimawandel und Biodiversität zuständige GTZ-Mitarbeiter Klaus Schmidt-Corsitto, "das Problem ist, das vielfach hierfür noch die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen". Konkrete Handlungsmaßnahmen sind deshalb schwierig zu formulieren. Eine verstärkte Kooperation mit der Wissenschaft ist hierfür eine wichtige Voraussetzung, weshalb die GTZ eine Partnerschaft zwischen dem neu geschaffenen, dem mongolischen Umweltministerium unterstehenden Centre for Climate-Environment Research und dem 2008 in Frankfurt von Senckenberg, der Goethe-Universität, dem Institut für sozial-ökologische Forschung sowie weiteren Partnern gegründeten LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) fördern möchte. Innerhalb der nächsten Monate sollen mongolische und deutsche Wissenschaftler zusammengebracht werden, die dann gemeinsam an der Lösung der drängenden Probleme arbeiten.
Der Besuch des mongolischen Umweltministers und seiner hochrangigen Delegation am Sonntag und Montag hatte nun zum Ziel, die Möglichkeiten und Inhalte der künftigen Zusammenarbeit vertiefend zu diskutieren. Hierbei kamen auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von BiK-F zu Wort, die die Delegation über ihre für die Mongolei relevanten Arbeiten informierten, in einer Bandbreite, die der Minister anerkennend kommentierte: "Ich bin sehr beeindruckt und erfreut, dass so viele auf ihrem Gebiet herausragende Wissenschaftler an einer Kooperation mit der Mongolei interessiert sind. Die Vielfalt der in BiK-F bearbeiteten Themen bieten uns hervorragende Anknüpfungspunkte, um gemeinsam die Folgen des Klimawandels in der Mongolei zu bewältigen." Abgerundet wurde die thematische Vorstellung durch die Einbindung der Graduiertenschule GRADE der Goethe-Universität, deren Direktorin, PD Dr. Heike Zimmermann-Timm ebenfalls an dem Treffen teilnahm: "Wir sehen hier sehr interessante Möglichkeiten, was die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und den Austausch von Studierenden und wissenschaftlichem Know-how anbelangt, und zwar für beide Seiten."
Als nächste Schritte wurde die baldige Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen beschlossen, die auch die mongolischen Universitäten sowie die Goethe-Universität mit einbeziehen soll. Abschließend wurde für den Sommer ein Gegenbesuch der BiK-F-Wissenschaftler in der Mongolei vereinbart, wo sie ihre Kollegen treffen und zügig gemeinsame Projekte beginnen sollen.


Pressekontakt:
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)
Dr. Julia Krohmer
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt
Tel.: 069-75421837
Fax: 069-75421800
E-Mail: jkrohmer@senckenberg.de
Weitere Informationen: http://www.bik-f.de
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