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CHIR-Net Regionalzentrum Mainz positiv begutachtet

24.03.2010 - (idw) Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Gutachter und förderndes Ministerium von Chirurgischem Netzwerk sichtlich beeindruckt (Mainz, 24. März 2010, cb) Das chirurgische regionale Zentrum (CRZ) Mainz ist von internationalen Gutachtern positiv bewertet worden. Somit steht einer erneuten Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für drei weitere Jahre nichts mehr im Weg. Mit der Begutachtung wird dem Zentrum, welches zur Universitätsmedizin Mainz gehört, bescheinigt, dass es innerhalb des bundesweiten Chirurgischen Netzwerkes (CHIR-Net) zur Schaffung einer professionellen Infrastruktur für Chirurgische Studien durch die Weiterentwicklung von Qualitätssicherung, Studienmethodik und Fortbildung im Bereich chirurgischer Studien beiträgt. Das erfolgreiche Team um Sprecher Univ.-Prof. Dr. Felix Schier, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie, und Koordinator Dr. Kai Kronfeld, vom Interdisziplinären Zentrum Klinische Studien (IZKS) unter der Leitung von Dr. Monika Seibert-Grafe, kann seine Arbeit damit für weitere drei Jahre fortsetzen und sogar noch ausweiten.

Das chirurgische Studiennetzwerk CHIR-Net ist ein vom BMBF gefördertes Netzwerk sieben chirurgischer Regionalzentren (Berlin, Göttingen, Heidelberg, Kiel/Lübeck, Mainz, München, Witten-Herdecke/Köln). Gemeinsames Ziel ist die Förderung der patientenorientierten chirurgischen Forschung, um operative Verfahren durch klinische Studien prüfen zu können. Seit Oktober 2006 gehört auch das Chirurgische Studienzentrum Mainz zu dem geförderten Verbund. Die aktuelle Begutachtung war die Basis für die Ermittlung der Höhe der Fördersumme, die bei gut 600.000 Euro liegen wird.

Die Stärken des Mainzer Standortes liegen insbesondere in der engen Zusammenarbeit aller chirurgischer Fachgebiete vor Ort, von denen in den vergangenen drei Jahren viele Ärzte als Rotationsassistenten im CRZ in die Thematik klinischer Studien eingeführt werden konnten. Erfolgreich wurden gemeinsam Drittmittel in Höhe von rund drei Millionen Euro für multizentrische klinische Studien in der Chirurgie eingeworben. Darüber hinaus wurden ca. 160 Chirurgen in Prüfarztkursen in Zusammenarbeit mit dem IZKS geschult. Auch resultieren 18 internationale Publikationen aus der ersten dreijährigen Förderphase. Wissenschaftlich lag der Schwerpunkt in dieser Zeit auf den Bereichen Pädiatrische Chirurgie, Lebertransplantation und Methoden zur Funktionsüberprüfung von Nerven bei Operationen, dem sogenannten Neuromonitoring.

Der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, begrüßte die neuerliche Förderung: "Mainz ist inzwischen zu einem anerkannten medizinisch-wissenschaftlichen Zentrum für klinische Studien in Deutschland geworden. Wenn es uns mit dem CHIR-Net Regionalzentrum Mainz gelingt, unsere Spitzenposition bei den multizentrischen chirurgischen Studien auszubauen, haben wir künftig Vorbildcharakter für andere Länder mit großem Potential für den Forschungsstandort Deutschland."

"Die Begutachtung war ebenso wie die ersten drei Jahre der Förderung von einer engen Zusammenarbeit der verschiedenen CHIR-Net Standorte geprägt und konnte somit zeigen, dass gemeinsam ein wertvoller Beitrag zur klinischen Forschung in der Chirurgie geleistet werden kann. Uns in Mainz hat das generelle Interesse der Chirurgen an multizentrischen Studien überrascht, egal ob aus universitären oder regionalen Krankenhäusern. Die internationalen Gutachter und das fördernde Ministerium waren sichtlich beeindruckt", erläutert der Sprecher des CRZ und Direktor der Klinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Felix Schier.

Für die beginnende zweite Phase steht nun unter anderem die Initialisierung und Förderung einer sogenannten "Flying Study Nurse" auf der Agenda. Sie kann in regionalen, nicht universitären Krankenhäusern flexibel eingesetzt werden, um dort chirurgische Studien zu betreuen. Damit sollen diese Häuser und deren Patienten vermehrt in multizentrische randomisierte klinische Studien eingebunden werden. Diesen Einrichtungen soll es weiterhin in der neuen Förderphase ermöglicht werden, ebenfalls Rotationsassistenten in das CRZ zu entsenden. Der wissenschaftliche Fokus der nächsten drei Jahre wird neben den bisherigen Schwerpunkten auf Studien mit Medizinprodukten und der Zusammenarbeit mit den beiden klinischen Schwerpunkten BioMATiCS (Biomaterials, Tissues and Cells in Surgery) und MICO (Migration and Adhesion in Clinical Oncology) liegen.

Pressekontakt
Caroline Bahnemann
Stabsstelle Kommunikation und Presse
Universitätsmedizin Mainz
Telefon: 06131 17-7427, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung - die Apotheke und die Transfusionszentrale - gehören hierzu. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind dabei Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de

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