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Ausbildung zum Universalgelehrten

09.04.2010 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Neuer Master-Studiengang "Wissenschaftliches Rechnen" an der Universität Jena Jena (09.04.10) "Newton war schließlich auch nicht nur Physiker", unterstreicht Prof. Dr. Martin Hermann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wenn er die Bedeutung des neuen Master-Studiengangs "Computational Science" erklärt. Ab dem Wintersemester 2010/11 können interessierte Absolventen eines Bachelor-Studiengangs der Informatik, Mathematik oder einer Naturwissenschaft sich für das neue Angebot bewerben. Hermann erläutert: Dieser neue Wissenschaftszweig der Computational Science nimmt eine Schlüsselposition zwischen Mathematik, Informatik und verschiedenen Naturwissenschaften bis hin zur Medizin ein. Sowohl Universitäten bei ihren Forschungen als auch Unternehmen bei technischen Innovationen simulieren einzelne Abläufe oder naturwissenschaftliche Phänomene am Computer, bevor neue Produkte gefertigt oder neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Das ersetzt Experimente, die mitunter gar nicht umsetzbar wären, und spart vor allem Zeit und Geld. Hier setzt der neue Jenaer Master-Studiengang an.

"Gerade Jena bietet für diese Art des interdisziplinären Arbeitens hervorragende Möglichkeiten", erklärt der Mathematiker weiter. "Viele Forschungsprojekte in Bereichen wie Physik, Materialwissenschaften, Chemie, Bioinformatik und sogar - und das ist einzigartig in Deutschland - in der Computerlinguistik bieten unseren zukünftigen Masterstudenten praktische Anwendungen. Gleichzeitig profitieren die Forscher der jeweiligen Disziplinen von der technischen Aufarbeitung." Der Jenaer Mathematiker erwartet von dieser intensiven Zusammenarbeit große Synergieeffekte. Bereits die Entwicklung des Studiengangs setzte eine enge Kooperation zwischen dem Institut für Angewandte Mathematik und dem Institut für Informatik sowie weiteren Partnern voraus.

Die Vielfalt des "Wissenschaftlichen Rechnens", wie die Computational Science auch genannt wird, birgt natürlich entsprechende Anforderungen. Zugangsvoraussetzungen sind neben grundlegenden mathematischen und IT-Kenntnissen auch Qualifikationen in mindestens einer Naturwissenschaft oder Computerlinguistik. "Außerdem planen wir, den Studiengang - zwar noch nicht sofort, aber in naher Zukunft - auf Englisch anzubieten", sagt Martin Hermann und ergänzt: "Die Berufsaussichten mit einem solchen Abschluss sind hervorragend, denn ohne Computersimulationen geht heute nichts mehr." Der Trend geht wieder zum Universalgelehrten.

Bewerbungen für den neuen Master-Studiengang sind bis 15. Juli möglich. Interessenten wenden sich an das Master-Service-Zentrum der Universität Jena: www.master.uni-jena.de.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Hermann
Institut für Angewandte Mathematik der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946230
E-Mail: Martin.Hermann[at]uni-jena.de

Master-Service-Zentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse 4, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931126
E-Mail: master[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.master.uni-jena.de/Studiengaenge_MSc_Computational_Science-path-5,127... http://www.master.uni-jena.de
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