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Integrierte Stadtentwicklung - Aktuelles zu einem stadtpolitischen Dauerthema

09.04.2010 - (idw) Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

IzR 4.2010: Integrierte Stadtentwicklung - politische Forderung und Praxis Integrierte Stadtentwicklung ist eigentlich ein Kind der Planungseuphorie der 1960/1970er Jahre - und auch der Wachstumseuphorie dieser Zeit: Die Entwicklung der Städte und Gemeinden in Deutschland sollte in jeder Hinsicht planmäßig erfolgen und mit allen Facetten mit der gesellschaftlichen Entwicklung parallel gehen. Die Grenzen derart rationaler und fest umrissener Planung zeigten sich schnell. Trotzdem ist integrierte Stadtentwicklung nicht tot, sondern immer noch - wenn auch mit veränderten Akzenten - ein zentrales Imperativ für gestaltende Politik in Städten und Gemeinden. Dieses Zeichen setzen nicht nur Bund und Länder in ihrer Förderpolitik, sondern auch viele, indes noch nicht genug Politiker und Planer in den Kommunen selbst. Beispiele dafür zeigt das aktuelle Heft 4.2010 der "Informationen zur Raumentwicklung".

Aus mehreren Gründen ist integrierte, mehrdimensionale Stadtpolitik mehr denn je ein Muss. So fordern die komplexen kommunalen Aufgaben bei bedrängten Finanzen mehr denn je umfassende Abwägungen und Abstimmungen mit Blick auf die Gesamtstadt oder gar Region, ebenso die sichere Auslastung der kommunalen Infrastruktur im demographischen Wandel. Auch die Bürger drängen immer aktiver auf eine in jeder Hinsicht ausgewogene und attraktive Gestaltung ihrer Stadt und fordern dabei Beteiligung ein. Gleiches gilt für Unternehmen. Entsprechend muss sich integrierte Stadtentwicklung heute nicht nur fach- und ressortübergreifend verstehen, sondern auch akteursübergreifend. Dafür braucht sie gesamtstädtische Konzepte und ein gezieltes Management in den Verwaltungen.

In der Praxis bedeutet integrierte Stadtentwicklung heute allerdings überwiegend, gravierende Probleme einzelner Quartiere möglichst nachhaltig zu lösen. Meist sind dies sozial prekäre Stadtteile oder Stadtumbaugebiete. Und Anlass für integrierte Planung sind dabei vor allem Vorgaben von Bund und Ländern. Um nämlich allzu kurzsichtigen und isolierten Lösungen vorzubeugen, knüpfen sie ihre Fördermittel an integrierte und gesamtstädtisch koordinierte Konzepte. Denn von den Maßnahmen in diesen Quartieren sollen nach Möglichkeit sollen immer auch Impulse für die ganze Stadt ausgehen - wie umgekehrt die übrige Stadt auch positive Impulse in Problemgebiete senden soll.

Insgesamt zeigt die Praxis und auch das Heft: Ein wichtiger Hebel für die breite Umsetzung von richtig verstandener integrierter Stadtentwicklung sind und bleiben entsprechende Vorgaben - besser noch Vorbilder - von Bund und Ländern.

Informationen zur Raumentwicklung (IzR), Heft 4.2010: Integrierte Stadtentwicklung - politische Forderung und Praxis
Herausgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn
ISSN 0303-2493
Vertrieb: Selbstverlag des BBSR und Buchhandel

Presse- und Rezensionsexemplare: adelheid.joswig-erfling@bbr.bund.de

Die IzR ist eine führende Fachzeitschrift im Bereich Raumordnung und Städtebau. Sie informiert regelmäßig und aktuell über Fragen der räumlichen Entwicklung in Deutschland und Europa.
Weitere Informationen: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/izr__node.html Näheres zum Heft, Bestellmöglichkeiten und weitere Angebote zum Thema http://www.bbsr.bund.de Informationen zum BBSR
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