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Fachhochschule Gelsenkirchen: Siegprämie für strategisches Konzept in der Ingenieurausbildung

22.04.2010 - (idw) Fachhochschule Gelsenkirchen

Als einzige Fachhochschule im Land Nordrhein-Westfalen gewann die Fachhochschule Gelsenkirchen im Februar gemeinsam mit fünf weiteren Hochschulen Deutschlands den vom "Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft" und der Nixdorf-Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb "Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen". Jetzt war die Siegerehrung in München. Der Hochschule stehen damit 280.000 Euro zur Verfügung, um ihr Konzept zum Ausbau der kooperativen Ingenieurausbildung umzusetzen. Dabei werden Studium und berufliche Ausbildung kombiniert und neue Zielgruppen an ein Hochschulstudium herangeführt. München/Gelsenkirchen/Bocholt/Recklinghausen/Ahaus. Mit einer Prämie von 280.000 Euro für die Fachhochschule Gelsenkirchen kehrte Ende letzter Woche Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann aus München ins Ruhrgebiet zurück. In München war am Donnerstag die Siegerehrung für die Gewinner des Wettbewerbs um "Nachhaltige Strategien für mehr MINT-Absolventen" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), ausgeschrieben vom "Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft" und von der Heinz-Nixdorf-Stiftung. Dass sie mit ihrem Konzept zur Förderung der Ingenieurausbildung in den Kreis der Gewinner gekommen war, wusste die Fachhochschule Gelsenkirchen schon seit Februar. Jetzt war die offizielle Preisverleihungsfeier im Rahmen von zwei Kongresstagen zum Thema MINT in Schule, Hochschule und Wirtschaft. Den Preis nahm Kriegesmann gemeinsam mit Marcus Kottmann entgegen, der an der Fachhochschule die "Stabsstelle für Strategische Projekte" leitet und den Wettbewerbsbeitrag ausgearbeitet hatte.
Neben der Fachhochschule Gelsenkirchen gehörten fünf weitere Hochschulen Deutschlands zu den Gewinnern. Die Fachhochschule Gelsenkirchen ist dabei die einzige Fachhochschule Nordrhein-Westfalens, die aufs Siegerpodest kam. Aus Nordrhein-Westfalen siegte außerdem die Ruhr-Universität Bochum. Die anderen Sieger-Hochschulen kamen aus den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen. Die Fördermittelgesamtsumme von 1,6 Millionen Euro wurde auf die sechs Sieger verteilt.
Die Fachhochschule Gelsenkirchen wird ihre Siegprämie dafür einsetzen, die "kooperative Ingenieurausbildung" (KIA) weiter voran zu bringen. Dabei wird das Studium kooperativ mit einer betrieblichen Berufsausbildung verzahnt, sodass die Absolventen nach acht Semestern nicht nur den Bachelor-Hochschulabschluss haben, sondern außerdem den Facharbeiterbrief. Dieses Modell gibt es schon seit einiger Zeit. Neu am Konzept der Fachhochschule Gelsenkirchen ist, dass sie ein spezielles Dienstleistungszentrum einrichten wird, das Studieninteressierte und Ausbildungsbetriebe besser zusammen bringen und unterstützen wird. Auf diese Weise will sie neue Zielgruppen unter den Schulabgängern für ein Studium interessieren, beispielsweise junge Leute, die zwar über die formale Hochschulzugangsberechtigung aus Schule oder Berufskolleg verfügen, aber aus Familientradition oder aus finanziellen Gründen eher zu einer gewerblichen Ausbildung streben. Ihnen bietet das Kombinationsmodell die Möglichkeit, gleichzeitig eine (bezahlte) betriebliche und eine hochschulische Berufsausbildung zu machen, sodass Familientradition und die Zukunftsorientierung durch Hochschulabschluss miteinander verknüpft werden. Gleichzeitig soll dieses Servicezentrum die Zusammenarbeit mit den ausbildenden Betrieben intensivieren. Das strategische Programm mit dem Label "FH kooperativ" fördert durch die betriebliche Ausbildung den Praxisbezug der Ingenieurstudierenden, erschließt Unternehmen qualifizierten Ingenieurnachwuchs und ist ein System nahezu ohne Verlierer: Kaum jemand bricht in diesem System das Studium ab.


Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-461, Telefax (0209) 9596-562, E-Mail praesident@fh-gelsenkirchen.de

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