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Editionsprojekt mit Texten und Bildern von Kindern gewinnt die Preisfrage 2002 der Jungen Akademie

02.07.2003 - (idw) Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Der "Vierklang der Kantischen Fragen" sei in der Preisfrage der Jungen Akademie unüberhörbar, kommentierte Festredner Wolf Lepenies die Preisfrage 2002 der Jungen Akademie. Denn es lägen in ihr gleich "vier Preisfragen verborgen: WAS wollen wir wissen? Was WOLLEN wir wissen? Was wollen WIR wissen? Was wollen wir WISSEN?" Als "erfreulich vielfältig" schilderte Martin Korte, Vorsitzender der Auswahljury, die 351 Antworten, die bis zum Jahresende eingegangen waren.


Installation am Akademiegebäude in Berlin Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festveranstaltung der Jungen Akademie am 28. Juni 2003 in Berlin statt. Den ersten Preis in Höhe von 5.000 EUR erhielten die Studierenden des Fachbereichs Kommunikationsdesign der Fachhochschule Düsseldorf Angela Fritzen, Nina Stressenreuter und Jens Grünewald, die die Frage zur Beantwortung an die Klasse 4a der Städtischen Katholischen Grundschule Viersen-Hamm weitergaben und deren Antworten - und weitere Fragen - in Buchform vorlegten. Der zweite Preis (2.500 EUR) ging an die studierte Philosophin Eva Gilmer aus Frankfurt a.M., die als Übersetzerin wissenschaftlicher Literatur und als Lektorin für Wissenschaft beim Suhrkampverlag arbeitet. Prämiert wurde ihre Erzählung "Bericht an das Generalsekretariat der Vereinten Nationen zur Lage in Omniscentia". Der freiberuflich tätige Journalist und Autor Wolfgang Rojek aus Berlin wurde für die verfremdende Verschmelzung von Synthesizer-Klängen und menschlicher Stimme unter dem Titel "Was wollen wir wissen? Eine elektroakustische Annäherung in 7.13" mit dem dritten Preis (1.500 EUR) ausgezeichnet.

Über 360 Teilnehmer aus Deutschland und dem Ausland, im Alter von 15 bis 74 Jahren, hatten bis Jahresende 351 Beiträge eingesandt, berichtete der Jury-Vorsitzende in seiner Rede zur Preisverleihung, darunter ca. 3.000 Textseiten (Gedichte und Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele, Essays und wissenschaftliche Abhandlungen), zahlreiche Bilder, Skulpturen und Medienkunstwerke, Installationen, Musikstücke sowie anderes mehr.

Die Preisträger wurden aus den anonymisierten Einsendungen von einer Jury aus sieben Mitgliedern der Jungen Akademie - Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen - ausgewählt: Giovanni Galizia (Biologie), Eva Horn (Literaturwissenschaft), Rainer Maria Kiesow (Rechtsgeschichte), Doris Kolesch (Theaterwissenschaft), Martin Korte (Neurobiologie), Katharina Landfester (Ingenieurwissenschaft/Chemie) und Jörg Rössel (Soziologie). 16 für eine geplante Veröffentlichung bestimmte Werke, einschließlich der prämierten Arbeiten, sowie einige weitere Einsendungen wurden in einer Ausstellung der Festversammlung vorgestellt.

"Den Wissenschaften kann nichts Schlimmeres drohen, als dass Wissenschaftler zu genau wissen, was sie wollen." beendete Wolf Lepenies seine Ansprache und wünschte den Mitgliedern der Jungen Akademie "die notwendige Überzeugung im Wissenwollen und die Bereitschaft, zu finden, wonach Sie ursprünglich gar nicht gesucht hatten." Der vollständige Text der Reden zur Preisverleihung sowie weitere Informationen über die eingegangenen Antworten sind im Internet unter www.diejungeakademie.de veröffentlicht.

Weitere Informationen:
unter www.diejungeakademie.de/preisfrage/index_3.htm oder beim Projektkoordinator der Jungen Akademie, Jürgen Hädrich, E-Mail: haedrich@diejungeakademie.de, Tel.: 030/20370-563.
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