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Facility Management: Externes Wissen für Kommunen

04.05.2010 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Mit freiberuflichen Spezialisten können Städte und Gemeinden Kosten sparen Die angespannte Haushaltslage zwingt fast ausnahmslos alle Kommunen zu Sparmaßnahmen. Einer der wenigen Bereiche, in denen sich Kosten reduzieren lassen, ist der Unterhalt der kommunalen Immobilien. Beispielsweise durch Vermeidung ineffizienter Investitionen in die Bausubstanz oder durch den Einsatz innovativer Technologien, um den Energieverbrauch zu senken. Allerdings lassen sich Sparmaßnahmen nur wirklich mit einem zentralen Facility Management (FM) erzielen, das möglichst alle Aspekte der Gebäudebewirtschaftung berücksichtigt. Bei der Konzeption und Umsetzung kann die Unterstützung durch externe FM-Experten dabei durchaus hilfreich sein.
In den meisten Kommunen sind mehrere Ämter für die Verwaltung und Bewirtschaftung der Liegenschaften zuständig. Der Mangel eines fehlenden zentralen Facility Managements (FM) führt zu einer unzureichenden Erfassung, Bewertung und Bewirtschaftung des vorhandenen Bestands.
Das ist nicht optimal, sagt Ute Pflaum, Leiterin Liegenschaftswesen und kaufmännische Gebäudewirtschaft der Stadt Coburg. Wir haben festgestellt, dass wir mit unseren Gebäuden nicht unbedingt immer wirtschaftlich umgehen, ergänzt Pflaum. Deshalb hat die Diplom-Verwaltungswirtin mit Erfolg das berufsbegleitende Masterstudium Facility Management an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule abgeschlossen. Als FM-Expertin ist sie jetzt neben der Vermietung und Verpachtung für die Bewirtschaftung von rund 150 öffentlich und privat genutzten Immobilien zuständig.
Bei der Einführung von ersten FM-Projekten wurde sie unterstützt von exter-nen FM-Beratern, weil es einfach schwierig ist, das alleine umzusetzen. Aufgrund ihrer FM-Ausbildung weiß Ute Pflaum, wovon sie spricht. So sei man stark ins Tagesgeschäft eingebunden, gleichzeitig sei es bei der Gebäudebewirtschaftung aber immens wichtig, dass entsprechende Maßnahmen zeitgerecht in die Hand genommen und auch zeitnah umgesetzt werden. Für die Mitarbeit eines externen FM-Experten spreche weiterhin, dass Empfehlungen eines Außenstehenden hinsichtlich notwendiger FM-Maßnahmen oftmals mehr Akzeptanz finden als bei der eigenen Verwaltung.
Der Einsatz eines freiberuflichen FM-Mitarbeiters hängt aber stark von der Größe der Kommune ab, wie Ute Baranowski weiß. Die Diplom-Verwaltungswirtin leitet bei der Stadt München ein Projekt zur FM-Optimierung und hat wie Ute Pflaum den Masterstudiengang Facility Management in Nürnberg absolviert. Ein Einzelner hat eher nicht die Leistungsfähigkeit und das in allen Facetten des FM benötigte Spezialistenwissen, um eine Kommune in der Größe von München oder Nürnberg zu beraten, sagt die Expertin.
Dennoch: Ein freiberuflicher FM-Experte kann Kommunen dabei unterstützen, den Immobilienbestand zu erheben, Konzepte zu erarbeiten und deren Umsetzung mit entsprechendem Zeitplan und kompletter Dokumentation zu begleiten. Außerdem ist eine regelmäßige Kontrolle darüber notwendig, ob die anfänglich gesetzten Ziele auch planmäßig umgesetzt werden.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, sollte ein freiberuflicher FM-Mitarbeiter laut Expertin Pflaum die Arbeitsweise von Kommunen kennen. Zudem müsse er ein breitgefächertes FM-Wissen bzgl. des technischen, kaufmännischen und infrastrukturellen Gebäudemanagements mitbringen.
All dies sei in dem von der Verbund IQ organisierten Masterstudiengang Facility Management in Nürnberg vermittelt worden, sagt Ute Pflaum rückblickend. Wichtig sei auch die Projektarbeit im Rahmen des Studiums gewesen, weil man gelernt hat, Konzepte in die Praxis umzusetzen und zu begleiten.


Sehr hilfreich für ihre jetzige Aufgabe bei der Stadt Coburg sei es gewesen, dass im Rahmen des Masterstudiums das Kostenbewusstsein im kaufmännischen wie auch im technischen Bereich eine tragende Rolle gespielt habe.
Wir haben gelernt, bereits in der Planungsphase auf die Folgekosten zu schauen.

Weitere Informationen zum Masterstudiengang Facility Management erhalten Interessenten bei Verbund IQ, Klaus Dennerlein, Tel. 0911/ 42 45 99-12, Fax. 0911/ 42 45 99-50, oder im Internet unter http://www.verbund-iq.de.

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