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20 Jahre danach: Wege des Parlamentarismus in Osteuropa

05.05.2010 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Universität Jena bilanziert am 7./8. Mai Demokratieentwicklung nach dem Ende des Kommunismus Jena (05.05.10) Mit dem Ende des realexistierenden Sozialismus wurde der Parlamentarismus in den vormals kommunistischen Staaten neu belebt. 20 Jahre nach dem Systemumbruch haben Sozialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena deutsche und osteuropäische Experten eingeladen, um eine (Zwischen-)Bilanz der Entwicklung parlamentarischer Repräsentation im postkommunistischen Europa zu ziehen: Am 7. und 8. Mai treffen sich die Sozialwissenschaftler zur internationalen Konferenz Twenty Years After: Parliamentary Democracy And Parliamentary Representation In Post-Communist Europe im Alten Schloss Dornburg.

Das von Prof. Dr. Heinrich Best (Uni Jena) geleitete Jenaer Forschungsprojekt Parlamentarische Eliten als Teil des Sonderforschungsbereichs 580 führt die Tagung gemeinsam mit dem von Prof. Dr. Gert Pickel (Uni Leipzig) geleiteten Arbeitskreis Demokratieforschung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft durch. Damit werden die Untersuchungen zur demokratischen Konsolidierung mit den Befunden der Parlamentarismus- und Abgeordnetenforschung zusammengeführt, erläutert der Jenaer Projektkoordinator Dr. Michael Edinger den akademischen Nutzen dieser Kooperation.

Die Konferenz eröffnet am Freitag (7. Mai) der international renommierte Osteuropaforscher Prof. Dr. Paul G. Lewis (Open University, England) mit einem Vortrag über Erfolge und Misserfolge der postkommunistischen Transformation. Daran schließen sich Präsentationen und Diskussionen zu drei Themenfeldern an: zu postkommunistischen Entwicklungsmustern im Rahmen der europäischen Einigung, zur Dynamik parlamentarischer Repräsentation und zum Verhältnis von Eliten und Bevölkerung im Verlauf der Transformation. Einbezogen werden damit auch Fragen der politischen Kultur: Der Erfolg von Demokratisierung und parlamentarischer Repräsentation hängt nicht nur vom Handeln der Eliten ab, sondern auch davon, dass dieses Handeln von den meisten Bürgern als grundsätzlich legitim und zielführend empfunden wird, erläutern die Organisatoren der Tagung.

Die Konferenz knüpft an die vorausgegangenen Untersuchungen des Jenaer Forschungsprojekts zu Parlamenten und Abgeordneten an. Die Analyse der Entwicklungen in Osteuropa eröffnet dabei besondere Erkenntnismöglichkeiten. Die Formationsphase des Parlamentarismus in Osteuropa bietet neben der Übernahme westeuropäischer Muster auch Raum für spezifische Entwicklungspfade, so Dr. Edinger.

Die Konferenz wird aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft/Sonderforschungsbereich 580 und der Thyssen Stiftung finanziert.

Kontakt:
Dr. Michael Edinger
Sonderforschungsbereich 580 der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Projekt Delegationseliten nach dem Systemumbruch
Bachstraße 18k
07743 Jena
Tel.: 03641 / 945055
E-Mail: michael.edinger[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.sfb580.uni-jena.de http://www.uni-jena.de
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