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Faszination Fußball und Co.

06.05.2010 - (idw) Universität zu Köln

Faszination Fußball und Co.

Geschichtswissenschaftler beantworten die Frage, warum sich die Deutschen bei der WM unverkrampft zur Nation bekennen

Große Sportereignisse wie Fußballweltmeisterschaften faszinieren die Menschen, besonders auch die Wissenschaftler an der Universität zu Köln. Das zeigt auch eine kommende Vortragsreihe über die Geschichte des runden Leders und anderer Sportarten. Das Historische Seminar I der Philosophischen Fakultät hat drei Wissenschaftler dazu eingeladen, über die FIFA-Weltmeisterschaften, den Kölner Breitensport und die Männlichkeit beim Fußball zu sprechen.

Passend zur anstehenden Weltmeisterschaft in Südafrika rückt die Vortragsreihe den Sport nicht nur als ein faszinierendes Großereignis, sondern auch als ein Thema der Geschichtswissenschaften in den Blick. Mit einem Schwerpunkt auf dem Fußballsport verfolgen die vortragenden Wissenschaftler Entwicklungslinien der Sportgeschichte im 20. Jahrhundert.

Für einen Vortrag über die FIFA-Fußballweltmeisterschaften, und wie diese das nationale Zugehörigkeitsgefühl fördern, haben die Kölner Wissenschaftler den Stuttgarter Geschichtsprofessor Wolfram Pyta eingeladen. Pyta erklärt, dass der Fußball im letzten Jahrhundert immer wichtiger für das nationale Selbstbewusstsein wurde. Heute singt zum Beispiel jeder Spieler stolz die Nationalhymne vor dem Spiel mit. In den 70er Jahren standen die Spieler noch mit unbewegter Miene auf dem Platz. Und noch früher, in den 30er Jahren, war Fußball für das nationale Zugehörigkeitsgefühl unwichtig, sagt Pyta.

Weniger über den Fußball und mehr über den Breitensport wird Dr. Gabi Langen vom Institut für Sportgeschichte der Sporthochschule Köln reden. Langen interessiert die Entwicklung von Sport und Freizeit in Köln im 20. Jahrhundert. Es gibt viele Brauchtumsveranstaltungen im Bereich Sport, die man nur in Köln antrifft, sagt Langen. In ihrem Vortrag betrachtet sie Sportereignisse wie das seit 1908 existierende traditionsreiche Radrennen Rund um Köln oder den Kölner Stadtachter.

Extra aus Nordengland reist Professor Tony Collins von der Leeds Metropolitan University für seinen Vortrag an. Collins Votrag trägt den Titel Sports, Masculinity and Modernity. A Contribution to the Critique of Football Historiography. Darin wird er beschreiben, wie stark der Aufstieg des Fußballsports mit Ideen von Männlichkeit zusammenhängt.

Die Kölner Vorträge finden immer montags, 17.45 19.15 Uhr im Hörsaal D des Hörsaalgebäudes der Universität zu Köln statt.

Termine:

10.5.2010
Prof. Dr. Wolfram Pyta (Universität Stuttgart)
Sport und Nation. Die Fifa-Weltmeisterschaften 19302006 als Forum kultureller Selbstzuschreibungen

14.06.2010
Dr. Gabriele Langen (Deutsche Sporthochschule Köln)
"Hier straffe sich der Muskel". Die Entwicklung von Sport und Freizeit in Köln im 20. Jahrhundert

05.07.2010
Prof. Dr. Tony Collins (Leeds Metropolitan University)
Sports, Masculinity and Modernity. A Contribution to the Critique of Football Historiography

Was: Vorträge zur Neueren und Neuesten Sportgeschichte


Wann: 10.5., 14.06., 05.07., jeweils 17.45-19.15 Uhr

Wo: Hörsaal D des Hörsaalgebäudes
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Bei Rückfragen: Universität zu Köln
Dr. Patrick Honecker
Pressesprecher
Tel: +49 221 470-2202; 0170 5781717

Organisation:
Benno Nietzel
Historisches Seminar I
Tel: +49 221-470-5247
E-Mail: bnietzel(at)uni-koeln.de
Internet: www.histsem1.phil-fak.uni-koeln.de/koelner_vortraege.html

Verantwortlich: Pierre Hattenbach

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