Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 23. Juli 2019 

Tagung über Geschlecht in der Lehramtsausbildung vom 13.-15. Mai im Tagungszentrum Hohenheim, Stuttgart

06.05.2010 - (idw) Universität Flensburg

Die Geschlechterforschung boomt. Denn die Ordnung des Zusammenlebens der Geschlechter in unserer Gesellschaft befindet sich in einem Wandel, der oft als krisenhaft wahrgenommen wird, weil er traditionelle Sicherheiten wie die Institutionen Ehe und Familie sowie bestimmte Rollenzuweisungen an Jungen und Mädchen, Männer und Frauen in Frage stellt. Entsprechend stellen sich völlig neue Probleme und Aufgaben: so gelten heute Jungen als die Problemgruppe, die Unterstützung braucht; denn es ist zur Zeit primär eine Veränderung der Männerrolle wahrzunehmen. Auf diese aktuelle Situation gilt es zu reagieren, darüber besteht ein breiter Konsens: Ausbildungspläne und Studienordnungen fordern daher, das Geschlecht (englisch: Gender) müsse beachtet werden; keine internationale Tagung ohne entsprechende Sektionen. Doch gerade innerhalb der Lehramtsausbildung werden diese Aspekte vernachlässigt. Offenbar besteht Unsicherheit darüber, in welcher Weise die Frage nach Geschlecht dort angebunden werden kann.

Die wissenschaftliche Studientagung "Geschlecht": (k)ein Thema in der Lehramtsausbildung?" vom 13.-15. Mai im Tagungszentrum Hohenheim, Stuttgart stellt sich dieser Herausforderung. Sie richtet sich an Fachwissenschaftler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Studierende.

Veraltete Inhalte und ein belächeltes "Emanzenpathos" führen zur Ablehnung des Themas Geschlecht bei Schülerinnen und Schülern, die ihre aktuellen Fragen nicht beantwortet sehen. Ist also der "Genderaspekt" zu einer Floskel politischer Korrektheit verkommen? Zweifellos stellt sich die Frage nach Geschlecht aus dem Klassenzimmer heraus anders als im Archiv. Über den "Ort" des Geschlechterthemas muss daher ein neuer Dialog zwischen Forschenden und Didaktikern sowie Lehrerinnen und Lehrern hergestellt werden. Diesen Dialog will die Tagung befördern.

Verglichen werden soll in Stuttgart die Situation in Deutschland und der Schweiz. Prof. Dr. Bea Lundt, Geschlechterforscherin und Geschichtsdidaktikerin an der Universität Flensburg, sowie Prof. Dr. Toni Tholen, Germanist und Männlichkeitenforscher sowie Deutschdidaktiker an der Universität Hildesheim leiten die Tagung. Damit sind die beiden oft gemeinsam studierten Fächer Deutsch und Geschichte vertreten. Die Intention der Tagung ist auf breite Zustimmung gestossen, das Programm ist hochkarätig besetzt. Neben Fachwissenschaftlern werden zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer sowie auch eine Seminargruppe von Studierenden, die aus Hamburg anreisen, erwartet.

Anmeldung:
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Geschäftsstelle
Im Schellenkönig 61, D-70184 Stuttgart
Telefon: +49 711 1640-600

Kontakt: Prof. Dr. Bea Lundt, Universität Flensburg, Tel.: 0461-8052246, E-Mail: lundt@uni-flensburg.de

uniprotokolle > Nachrichten > Tagung über Geschlecht in der Lehramtsausbildung vom 13.-15. Mai im Tagungszentrum Hohenheim, Stuttgart
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/196941/">Tagung über Geschlecht in der Lehramtsausbildung vom 13.-15. Mai im Tagungszentrum Hohenheim, Stuttgart </a>