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Mehr als 350 Teilnehmer wollen zum Medizinertest antreten

08.05.2010 - (idw) Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Am 8. Mai 2010 findet die erste Runde des Tests für medizinische Studiengänge für Medizinstudium an der Universitätsmedizin Mainz statt (Mainz, 04. Mai 2010, tr) Für alle, die im Wintersemester 2010/2011 mit dem Studium der Medizin oder Zahnmedizin beginnen wollen, ist der 8. Mai 2010 ein wegweisender Tag. An verschiedenen Orten in Deutschland können angehende Medizinstudenten den Test für Medizinische Studiengänge (TMS) absolvieren, um ihre Zulassungschancen zu erhöhen. Interessierte aus dem Rhein-Main-Gebiet können die Prüfung in einem Testlokal in Rüsselsheim ablegen. Nicht minder wegweisend ist dieses Datum auch für die Universitätsmedizin Mainz. Zum ersten Mal wird hier das Testergebnis als zusätzliches Kriterium im Auswahlverfahren der Hochschule bei der Vergabe der Studienplätze eine Rolle spielen.

Der TMS markiert eine Zeitenwende in Mainz: Der Numerus Clausus und damit der Abiturdurchschnitt war bislang das vorherrschende Zulassungskriterium für das Medizinstudium. Künftig ist es so, dass auch Bewerber mit einem schlechteren Abiturdurchschnitt, die aber beim TMS überzeugen, eine reale Chance auf einen Medizinstudienplatz haben, erklärt Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Der eintägige Medizinertest prüft die Eignung der Kandidaten für ein Medizin- oder Zahnmedizinstudium. Fast 200 Aufgaben und rund 35 Lerneinheiten gilt es dabei für die angehenden Studierenden zu lösen. Neben der allgemeinen Studierfähigkeit wird ihr Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen getestet. Der TMS gibt Aufschluss darüber, inwieweit die Studieninteressierten komplexe Informationen aus längeren Texten, Tabellen oder Graphiken erfassen und richtig interpretieren können. Auch zeigen sie, wie gut sie mit Größen, Einheiten und Formeln umgehen. Zudem dreht sich der Test um die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten. Fachspezifische Kenntnisse sind nicht Teil der Prüfung.

Die Bewerbung für das Studium der Human- oder Zahnmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfolgt auch weiterhin ausschließlich über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen ZVS in Dortmund. Die ZVS vergibt weiterhin vorab 40 Prozent der Studienplätze nach Abiturnote und Wartezeit. Die restlichen 60 Prozent der Studienplätze werden ab Wintersemester 2010/11 durch die ZVS im Auftrag der Universität Mainz nach den Kriterien Abiturnote und Testergebnis des TMS vergeben, im Sommersemester 2010 noch allein nach dem Kriterium der Abiturnote.

Der Test ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verbindlich, kann aber die Chancen auf einen Studienplatz verbessern: gute Testleistungen werden boniert, unterdurchschnittliche Ergebnisse führen nicht zu einem Malus. Somit kann die Bewerberin oder der Bewerber selbständig entscheiden, ob durch die Einbeziehung des TMS die individuelle Chance auf eine Zulassung im Auswahlverfahren der Hochschulen verbessert werden soll oder nicht. Falls das Testergebnis eingereicht wird, gehen die Qualifikationsnote (in der Regel die Abiturdurchschnittsnote) mit 51 Prozent und das Ergebnis des TMS mit 49 Prozent ein.

Der Test für medizinische Studiengänge wurde von der Bonner ITB-Consulting GmbH entwickelt, die seit 1971 Hochbegabung und die Entwicklung von Verfahren zur Identifikation besonders befähigter Studenten erforscht. Der TMS wird nur einmal im Jahr in verschiedenen Orten innerhalb Deutschlands angeboten. Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet den Test gemeinsam mit den fünf baden-württembergischen Universitäten mit Medizinfakultäten (Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen, Ulm) und weiteren Universitäten anderer Bundesländer an. Koordiniert wird der TMS von der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Im Internet unter http://www.tms-info.org/ können sich Interessierte zu den Inhalten des Tests sowie den Testorten informieren. Dort können die Teilnehmer auch ab 30. Juni 2010 ihre Ergebnisse erfahren.

Interessierte Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen,
- im Anschluss an den Test ab ca. 16.30 Uhr die Teilnehmer zu dem Test zu befragen und
- in der Zeit von 13.00 bis 14.00 Uhr vor Ort den Wissenschaftlichen Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, zu interviewen.

Wir bitten um Rückmeldung per E-Mail (pr@unimedizin-mainz.de), ob Sie von der Option eines Interviews mit dem Wissenschaftlichen Vorstand vor Ort Gebrauch machen möchten.

Der Test findet in der Walter-Köbel-Sporthalle - Sport- und Veranstaltungszentrum (Evreuxring 31, 65428 Rüsselsheim) statt. Interviews sind nur vor der Halle gestattet.

Kontakt
Ulf Arnold-Fabian
Stv. Geschäftsführer Ressort Forschung und Lehre
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Telefon 06131 17-9798, Fax 06131 17-9715,
E-Mail: arnold-fabian@um-mainz.de
Internet: http://www.um-mainz.de

Pressekontakt
Tanja Rolletter, Stabstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung die Apotheke und die Transfusionszentrale gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de

Weitere Informationen: http://www.tms-info.org/content/files/informationsbroschuere_TMS2010.pdf - Informationsbroschüre zum TMS (PDF)
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