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PFH Göttingen: Neue Studiengänge Orthobionik ab Oktober 2011

18.05.2010 - (idw) Private Fachhochschule Göttingen

Göttingen. Die PFH Private Fachhochschule Göttingen erweitert ihr Studienangebot. Ab Oktober 2011 wird es in Göttingen die Bachelor- und Masterprogramme Orthobionik geben, die praxisnah ausgerichtet Know-how an der Nahtstelle zwischen moderner Medizin und Orthopädietechnik vermitteln. Partner der PFH bei der Entwicklung der Studiengänge sind die Universitätsmedizin Göttingen, die Bundesfachschule für Orthopädietechnik (BUFA) in Dortmund und die Otto Bock HealthCare GmbH, Weltmarktführer in der technischen Orthopädie. Der Studiengang Orthobionik wird auf die eigenverantwortliche, anspruchsvolle und komplexe orthopädietechnische Versorgung direkt am Menschen vorbereiten und ein in Deutschland bisher einmaliges akademisches Qualifikationsangebot für die Branche abbilden. Das breite fachwissenschaftliche Themenspektrum befähigt dazu, auf dem neuesten Stand der Orthopädietechnik Patientenversorgungen zu planen und zu realisieren. Das vierjährige Bachelorprogramm richtet sich an junge Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung. Das Masterprogramm Orthobionik wird als ein berufsbegleitender Aufbaustudiengang von eineinhalb Jahren Dauer geplant. Er richtet sich insbesondere auch an approbierte Ärztinnen und Ärzte. Das geplante Curriculum des Masterstudiengangs schließt neben wissenschaftlichen Aspekten auch praxisorientierte Teile sowie ethische, rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte ein. Die Entwicklung notwendiger manueller Fähigkeiten ist eng in die klinische Praxis der Universitätsmedizin Göttingen integriert.

Wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der neuen Studienangebote ist die Branche der Technischen Orthopädie, allen voran Weltmarktführer Otto Bock HealthCare. Das Unternehmen, das in 43 Ländern weltweit vertreten ist, fördert die Stärkung der Ausbildung auf Hochschulniveau in Deutschland, um mit der immer größer werdenden technischen Komplexität innovativer Lösungen körperbehinderten Menschen eine höchstmögliche Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Die weltweite Vergleichbarkeit der Ausbildungen und Abschlüsse, eine verbesserte Attraktivität des Berufsbildes für junge Menschen und die Anpassung von Ausbildungsinhalten an das berufliche Profil von Führungskräften und Experten in der Orthopädietechnik sind wichtige Aspekte der Initiative.

"Die deutsche Orthopädietechnik genießt Weltruf, was nicht zuletzt auf die vorbildliche Qualität und Tradition unserer handwerklichen Ausbildungsgänge zurückzuführen ist. Im internationalen Vergleich fehlt uns in Deutschland aber ein moderner Studiengang für unsere Branche, der in anderen Ländern der Welt bereits etabliert ist. Mit der Bundesfachschule, dem Bundesinnungsverband und unseren Partnern in den Sanitätshäusern stellen wir die Signale auf Zukunft und gehen gemeinsam den richtigen Schritt, um die Mobilität der Menschen mit Handicap und deutsche Innovationsführerschaft zu sichern, begründet Professor Hans Georg Näder, Präsident und CEO von Otto Bock HealthCare das Engagement seines Unternehmens.

Die Studiengänge Orthobionik an der PFH sollen auch zum verstärkten Austausch von Wissenschaft und Anwendungspraxis führen. Aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung sollen direkt in die Hochschulausbildung einfließen. Professoren und Dozenten wiederum werden Praxisstudien und Patientendokumentationen in wissenschaftlichem Umfeld weiterentwickeln und gemeinsam mit Studierenden auf Anwendbarkeit prüfen. Der aufzubauende Forschungsbereich soll an der Hochschule eine enge Verzahnung mit der Orthopädie-Branche erhalten. In diesem Zusammenhang ist die Kooperation der drei beteiligten Kompetenzpartner richtungweisend: Die erstklassige medizinisch-klinische Fachexpertise der Universitätsklinik Göttingen, die jahrzehntelange Kompetenz in Weiterbildung der BUFA und die ausgewiesene Praxisorientierung in Lehre und Forschung der PFH in Management, Innovation und Technologie.

"Die neuen Studiengänge Orthobionik sind ein weiteres gutes Beispiel für die erfolgreiche Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Partnerschaft und der Austausch mit unserem Kuratoriumsunternehmen Otto Bock waren hierbei ebenso wegweisend wie unser innovationsbereites Hochschulmanagement", sagt Prof. Dr. Frank Albe, Vizepräsident der PFH, der den Aufbau des Studiengangs maßgeblich betreut.


Mit der Entwicklung innovativer Studienangebote an der Schnittstelle Management und Technologie hat die Göttinger Privathochschule bereits Erfahrung. 2006 hat sie die deutschlandweit einzigartigen Studiengänge "Adaptronik" und "Verbundwerkstoffe/Composites" (Carbontechnologie) eingeführt, die in den Ingenieurwissenschaften große Beachtung finden und deren Absolventen gefragter Führungsnachwuchs und Spezialisten dieser Schlüsseltechnologien sind.
Weitere Informationen: http://www.pfh.de
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