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Die Krankenhaushygiene und vermeidbare Opfer international zum Thema gemacht

21.05.2010 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin verlieh Prof. Axel Kramer (Greifswald) die Ehrenmitgliedschaft

Auf der 32. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) in Wien vom 17. bis 20. Mai wurde dem Greifswalder Wissenschaftler und Pastpräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (krankenhaushygiene.de), Prof. Axel Kramer (Foto), die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Der Direktor des Greifswalder Instituts für Hygiene und Umweltmedizin wurde damit für seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Hygiene sowie seiner Verdienste um das Anliegen des Faches Hygiene in Krankenhaus, Arztpraxis und in der universitären Forschung und Lehre geehrt. Der Greifswalder nahm die Ehrung persönlich von Prof. Renate Rosengarten, der Vorsitzenden der ÖGHMP und Tagungspräsidentin, in der Landeshauptstadt Österreichs entgegen und hielt einen Vortrag zu neuesten Greifswalder Forschungsergebnissen bei der Behandlung von Wundinfektionen.

Seit vielen Jahren leistet der Hygieniker unter anderem unermüdlich Aufklärungsarbeit zu vermeidbaren Krankenhausinfektionen nicht nur durch Superbakterien wie MRSA*, sondern auch durch andere Hospitalerreger mit den Schwerpunkten der Vermeidung von Infektionen nach chirurgischen Eingriffen und der Vermeidung von Blutvergiftungen (Sepsis). Der Universitätsstandort Greifswald hat durch sein Engagement, das durch die Medizinische Fakultät und den Klinikumsvorstand nachhaltig unterstützt wird, auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle eingenommen. Diese kommt vor allem der Sicherheit der Patienten im Greifswalder Klinikum zugute und wird zunehmend international wahrgenommen.

Allein in Deutschland infizieren sich pro Jahr bis zu einer Million Menschen bei einem Klinikenaufenthalt mit enormen Folgekosten für das Gesundheitssystem im Milliardenbereich. Bei Patienten auf Intensivstationen liegt das Infektionsrisiko sogar bei über 15 Prozent. Nach aktuellen Schätzungen sterben bundesweit jährlich 40.000 Menschen an den Folgen einer Blutvergiftung sowie weitere 50.000 Patienten an einer MRSA-Infektion.

Weitere Informationen http://www.oeghmp.at

*MRSA - Der Methicillin Resistente Staphylococcus Aureus (MRSA) ist einer der gefährlichsten Erreger nosokomialer - im Krankenhaus erworbener - Infektionen. Die Übertragung erfolgt vor allem über die Hände. MRSA ist ein Bakterium, das gegen eine zunehmende Anzahl von Antibiotika resistent wird.

Ansprechpartner am Uniklinikum Greifswald
Institut für Hygiene und Umweltmedizin
Direktor: Prof. Dr. med. Axel Kramer
Walter-Rathenau-Straße 42, 17489 Greifswald
T +49 3834-51 55 42
E kramer@uni-greifswald.de
http://www.klinikum.uni-greifswald.de

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