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Mit dem UV-Index Sonnenbrand vermeiden

21.05.2010 - (idw) Bundesamt für Strahlenschutz

Der Frühling ist da. Endlich sind Sonntage wieder Sonnentage, die man gern im Freien verbringt. Doch mit zunehmender Intensität der Sonnenstrahlung steigt nicht nur die Laune, sondern auch der UV-Index und damit auch die Gefahr von Sonnenbrand und später Hautkrebs.

Sonne genießen aber mit Köpfchen. Dafür ist der UV-Index ein wichtiges Hilfsmittel, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Der UV-Index (UVI) beschreibt die höchste sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke, die von der Sonne während des Tages auf einer horizontalen Fläche hervorgerufen wird. In den Sommermonaten gibt das BfS täglich aktuelle Prognosen über den UV-Index heraus (http://www.bfs.de/de/uv/uv_messnetz/uvi/prognose.html).

Rund sechs Prozent macht der Anteil der ultravioletten Strahlung am Sonnenlicht aus. Aber diese sechs Prozent haben es in sich. Sie sorgen für Sonnenbrand, frühzeitige Hautalterung und Krebs. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr 140.000 Menschen an Hautkrebs Tendenz steigend! Und auch das Immunsystem wird durch übermäßigen Sonnengenuss geschwächt. Ein Beispiel: Im Sommer steigen die Herpes-Virus-Infektionen deutlich an.

Es soll niemandem die Lust auf den Sommer verdorben werden. Sonne genießen, ja aber in Maßen, heißt das Motto. Der beste Sonnenschutz sind geeignete Kleidung, Hut und Sonnenbrille. Dazu kommt eine Sonnencreme mit ausreichendem UV-Schutz für UV-A- und UV-B-Strahlen. Ab einem UVI-Wert von 3 sollte unbedingt auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens bei 20 liegen, für Kindergartenkinder bei 30. Kleinkinder unter einem Jahr gehören überhaupt nicht in die Sonne.
Wer sich ausreichend schützt, kann den Sommer unbeschwert genießen.

Mit seinem UV-Messnetz erfasst das BfS seit 1993 den ultravioletten Anteil der Sonnenstrahlen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Von Frühjahr bis Herbst können auf den Internetseiten des BfS täglich aktuelle Prognosen zur UV-Strahlenbelastung in verschiedenen deutschen Regionen abgerufen werden. (http://www.bfs.de/de/uv/uv_messnetz/uvi/prognose.html).

Weitere Informationen rund um die Sonne und ihre Wirkung gibt es auf den Internetseiten des BfS unter http://www.bfs.de/de/uv.


Tipps zum Sonnenschutz:

Meiden Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr.

Der beste Sonnenschutz sind geeignete Kleidung, Hut und Sonnenbrille. Ziehen Sie T-Shirts, Hosen und Röcke bis zum Knie und Schuhe an. Die Kopfbedeckung sollte eine breite Krempe oder besser einen Schild und einen Nackenschutz haben. Eine gute Sonnenbrille trägt die Kennzeichnung UV400 oder 100% UV und besitzt einen Seitenschutz, um Streulicht abzuhalten.

Reiben Sie unbedeckte Körperpartien mit Sonnenschutzmitteln ein. Sie sollen sowohl im UV-A- als auch im UV-B-Bereich schützen und nicht durch Licht zersetzbar sein (photostabil). Sie sind mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad in ausreichender Menge (ca. 30 bis 40 ml für den gesamten Körper) aufzutragen. Der Sonnenschutz sollte mehrmals täglich sowie nach dem Baden erneuert werden. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte mindestens 20 betragen. Für Kleinkinder und Kindergartenkinder wird ein Lichtschutzfaktor von 30 empfohlen. Kleinkinder bis zu einem Jahr dürfen der Sonne überhaupt nicht ausgesetzt werden.

Kinder und Jugendliche sind besonders gut vor übermäßiger UV-Belastung zu schützen. Die UV-Dosis, die man in den ersten Lebensjahren erhält, ist ein bestimmender Risikofaktor für Hautkrebs.


Die Anzahl von intensiven UV-Bestrahlungen der Haut soll etwa 50 pro Jahr nicht überschreiten. Vermeiden Sie Sonnenbrand. Besonders Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Wer Medikamente einnimmt, sollte vor dem Sonnenbaden den behandelnden Arzt befragen. Bestimmte Arzneimittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut oder lösen Allergien aus.

Kosmetika, Deodorants und Parfüms sollten beim Sonnenbaden möglichst nicht verwendet werden. Es besteht die Gefahr bleibender Pigmentierung.

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