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Hochschulrektorenkonferenz unterstützt DFG-Ranking

04.07.2003 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Anlässlich der Vorstellung ihres neuesten Forschungsrankings durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) äußerte sich der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Klaus Landfried, wie folgt am 3. Juli vor der Presse in Berlin:

Wettbewerb und Transparenz sind unlösbar miteinander verbunden. Dies gilt auch für den Hochschulbereich. Die Hochschulrektorenkonferenz hat deshalb vor über zwölf Jahren begonnen, Verfahren zur Messung der Leistungsfähigkeit und der tatsächlichen Leistungen der Hochschulen zu entwickeln. Die aus dem HRK-Projekt "Profilbildung" hervorgegangenen HRK-Publikationen dokumentieren diese Bemühungen. Dies war zum damaligen Zeitpunkt ein schwieriges Unterfangen. Die Hochschulen favorisierten noch die Gleichheitsthese. Das Bewusstsein, dass man sich dem Wettbewerb stellen, sich an anderen messen muss, um besser zu werden und auch im internationalen Konzert mitzuspielen, war noch nicht sehr verbreitet. Während der Arbeiten am Pilotprojekt "Profilbildung" wuchs aber die Akzeptanz für diese Ansätze, die in der Folgezeit vor allem vom CHE aufgegriffen und methodisch weiterentwickelt wurden.

Die HRK hat es deshalb auch sehr unterstützt, dass die DFG 1997 einen ersten Bericht über die Vergabe ihrer Fördermittel veröffentlichte und sich entschloss, hierbei auch erstmals Indikatoren zu veröffentlichen, also nicht nur zu zeigen, wie die Mittel auf die Hochschulen und Fächer verteilt werden, sondern dabei auch die Größe der Hochschule zu berücksichtigen. Die HRK hat damals durch eine Eilumfrage bei ihren Mitgliedshochschulen die Zahl der Stellen für Professuren und für wissenschaftliches Personal erfasst und diese der DFG zur Verfügung gestellt, um auf dieser Basis ein erstes Ranking auf dem Gebiet der Drittmittelforschung zu ermöglichen. Sie hat auch bei den folgenden Berichten ebenfalls mit der DFG kooperiert.

Heute freue ich mich, gemeinsam mit Herrn Winnacker eine neue Ausgabe des DFG-Rankings vorzustellen. Sie ist dank der modernen Technik nicht nur wesentlich attraktiver gestaltet als die ersten Broschüren, sie enthält faktisch auch mehr Informationen und ist methodisch weiterentwickelt. Das DFG-Ranking leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zu mehr Leistungstransparenz bei den deutschen Hochschulen. Das DFG-Ranking ist zum Beispiel für Nachwuchswissenschaftler - auch aus dem Ausland - interessant, weil es Schwerpunkte und Stärken in der Forschung deutlich macht und Vernetzungen aufzeigt.

Das DFG-Ranking sagt uns vor allem etwas über die Positionierung der Universitätsfächer bei den von der DFG vergebenen Drittmitteln. Die internationale Perspektive der Untersuchung wird dadurch unterstrichen, dass auch die Vergabe von Mitteln der EU sowie die Zahl der Alexander von Humboldt-Stipendiaten und der des DAAD mit aufgeführt sind. Zudem berücksichtigt das Ranking auch erstmals andere Leistungskriterien in Form von Publikationsindices.

Gleichwohl muss der methodische Ansatz für ein Forschungsranking weiter vorangetrieben werden, weitere aussagekräftige Indikatoren müssen entwickelt werden. Hierzu leistet auch das CHE, das im letzten Jahr erstmals auch ein Forschungsranking vorgelegt hat, seinen Beitrag. Ich hoffe, dass die Diskussion der Methodik gemeinsame Fortschritte bringt. Wettbewerb belebt das Geschäft und hilft, die Leistungen im Hochschulbereich zu steigern.
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