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Land fördert Pilotprojekt: Teilzeitstudium an der Universität Heidelberg

26.05.2010 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Studierende der Universität Heidelberg sollen künftig die Möglichkeit erhalten, sich für ein Teilzeitstudium einzuschreiben. Die Voraussetzungen für ein solches Angebot werden im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts erarbeitet. Aus dem Programm Studienmodelle individueller Geschwindigkeit stellt das Land Baden-Württemberg dafür Mittel in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung. Das Modellvorhaben Vielfalt fördern, Individualisierung ermöglichen umfasst zudem Beratungs- und Qualifizierungsangebote, die die Studierenden bei der Identifikation eigener Kompetenzen mit einem zielgruppenspezifischen und einem strukturell in die Studiengänge integrierten Ansatz unterstützen sollen. Pressemitteilung
Heidelberg, 26. Mai 2010

Land fördert Pilotprojekt: Teilzeitstudium an der Universität Heidelberg

Ruperto Carola erprobt neue Wege zur Flexibilisierung der universitären Ausbildungswege

Studierende der Universität Heidelberg sollen künftig die Möglichkeit erhalten, sich für ein Teilzeitstudium einzuschreiben. Die Voraussetzungen für ein solches Angebot werden im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts erarbeitet. Aus dem Programm Studienmodelle individueller Geschwindigkeit stellt das Land Baden-Württemberg dafür Mittel in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung. Das Modellvorhaben Vielfalt fördern, Individualisierung ermöglichen umfasst zudem Beratungs- und Qualifizierungsangebote, die die Studierenden bei der Identifikation eigener Kompetenzen mit einem zielgruppenspezifischen und einem strukturell in die Studiengänge integrierten Ansatz unterstützen sollen. Mit der Flexibilisierung der Ausbildungswege reagiert die Ruperto Caola auf die veränderte Lebenswirklichkeit vieler Studentinnen und Studenten, die Gelderwerb, Praxisphasen oder Familie mit dem Studium verbinden müssen.

Bislang sind Teilzeitstudiengänge lediglich Spezialangebote. Mit ihrem Pilotprojekt will die Universität Heidelberg einen Paradigmenwechsel vollziehen und den Schritt hin zu einer Regeloption gehen. Ein Teilzeitstudium soll Studierende in die Lage versetzen, die Studiengeschwindigkeit individuell nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten, um zum Beispiel das Studium durch Erwerbstätigkeit finanzieren oder berufsbezogene Praktikumsphasen leichter in die Studienzeit integrieren zu können. Das Angebot wendet sich insbesondere auch an Studierende, die eine Familie gründen wollen oder bereits ein Kind haben. Wir möchten damit die Attraktivität des Studienortes Heidelberg für diejenigen Studieninteressenten erhöhen, die große Hürden auf dem Weg zur Realisierung eines Studiums sehen, so Dr. Andreas Barz, Leiter des Dezernates Studium, Lehre und wissenschaftliche Weiterbildung.

Das Heidelberger Modellvorhaben Vielfalt fördern, Individualisierung ermöglichen besteht aus drei Teilprojekten: In einer Planungsphase sollen Studienangebote so konzipiert werden, dass sie tatsächlich auch in Teilzeit studierbar sind. Bei einer längeren Regelstudienzeit müssen dazu nicht allein die pro Semester zu erbringenden Leistungspunkte den veränderten Studienzeiten angepasst werden. Weitere Aspekte sind unter anderem Wechselmöglichkeiten, Prüfungsordnungen und Prüfungsfristen oder die Ausbildungsförderung. Mit einer repräsentativen Auswahl an Studiengängen soll das Teilzeitstudium an der Universität Heidelberg erprobt und im Hinblick auf Praktikabilität und Nachfrage überprüft werden. Der Umsetzungsprozess in diesem ersten Teilprojekt soll kontinuierlich begleitet und evaluiert werden.

Zweiter Bestandteil des Heidelberger Modellvorhabens ist die Entwicklung eines Programms, das zielgruppenspezifisch Studienentscheidung, Studieneinstieg und Studienverlauf unterstützt. Das dritte Teilprojekt zielt auf eine individuell abgestimmte Qualifizierung und Orientierung in der ersten Studienphase. Über den Erwerb von Schlüsselkompetenzen hinaus geht es hier insbesondere um den Ausgleich persönlicher Unterschiede bei den Studienvoraussetzungen. Diese Angebote sollen sich nicht nur an Teilzeitstudierende, sondern auch an Studierende aus sogenannten bildungsfernen Schichten sowie perspektivisch an Studentinnen und Studenten mit Migrationshintergrund richten.


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