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Vorstoß zum Beginn des Universums

27.05.2010 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Siegfried Bethke hält die Tübinger Kepler-Vorlesung 2010 Am Mittwoch dem 2.6.10 hält um 17.15 Uhr in Hörsaal N3, Hörsaalzentrum auf der Morgenstelle Prof. Siegfried Bethke vom Max-Planck-Institut für Physik, München, die öffentliche Kepler-Vorlesung 2010 der Fakultät für Mathematik und Physik der Universität Tübingen. Er spricht über "Das Large Hadron Collider Projekt: Vorstoß zum Beginn des Universums".

Die Johannes-Kepler-Vorlesung bildet seit ihrer Einführung im Jahr 1981 für die Fakultät für Mathematik und Physik den Höhepunkt des akademischen Jahres. Ihr Namensgeber Johannes Kepler begann 1589 als 18-Jähriger sein Studium der Theologie und Astronomie in Tübingen, das er fünf Jahre später erfolgreich abschloss. Als 1863 in Tübingen die erste Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät Deutschlands gegründet wurde, wählte man daher für das Dienstsiegel der Fakultät eine Darstellung Keplers. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch dieses Jahr wieder der "Dr. Friedrich-Förster-Preis" für herausragende Arbeiten an eine Nachwuchswissenschaftlerin der Fakultät verliehen.

Eines der größten wissenschaftlichen Projekte hat vor kurzem seinen Betrieb aufgenommen: der Large Hadron Collider (LHC) am CERN, dem Europäischen Zentrum für Teilchenphysik in Genf, ein riesiger, unterirdischer Teilchenbeschleuniger, von dem Antworten auf einige der fundamentalsten Fragen der Physik erwartet werden. Im LHC werden Protonen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und damit auf bisher unerreichte Energien beschleunigt, um sie dann, in wohl definierten Zonen des Beschleunigers, zur Kollision zu bringen. Dabei entstehen kurzzeitig und in sehr kleinen Volumina Energiedichten, wie sie im extrem frühen Universum, nur Billionstel Sekunden nach dem Urknall, geherrscht haben. Im Vortrag wird das LHC Projekt und sein aktueller Status beschrieben sowie das wissenschaftliche Potential anhand einiger ausgewählter Themen wie dem Higgs-Boson, der Super-Symmetrie sowie von schwarzen Mini-Löchern diskutiert.

Siegfried Bethke studierte in Heidelberg. 1993 erhielt er einen Ruf als Professor für experimentelle Physik an die RWTH Aachen. 1999 wurde er wissenschaftliches Mitglied und Direktor am Max-Planck-Institut für Physik in München. Bethkes Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung hochenergetischer Teilchenkollisionen an Teilchenbeschleunigern und die Entwicklung von Teilchendetektoren zum Nachweis dieser Kollisionen.

Weitere Informationen:
Dr. Heinrich Lindel, Universität Tübingen, Fakultät für Mathematik und Physik
Tel.: 07071 29 72567, Mail: http://dekanat.mathematik.physik[at]uni-tuebingen.de

Eberhard Karls Universität Tübingen
Hochschulkommunikation
Abteilung Presse und Forschungsberichterstattung
Michael Seifert
Wilhelmstr. 5 · 72074 Tübingen
Tel.: 0 70 71 · 29 · 7 67 89 · Fax: 0 70 71 · 29 · 5566
E-Mail: http://michael.seifert[at]uni-tuebingen.de
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