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Feierliche Eröffnung des Centre for Area Studies

28.05.2010 - (idw) Universität Leipzig

Die Universität Leipzig feiert die Eröffnung ihres Centre of Area Studies (CAS), den Festvortrag hält die enommierte Soziologin und Ethnologin Prof. Dr. Shalini Randeria von der Universität Zürich. Zeit: 03.06.2010, 18:00 Uhr
Ort: Alte Handelsbörse
Naschmarkt 2
04109 Leipzig

Das Centre for Area Studies vereint verschiedene geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen aus vier Fakultäten und mehreren Leipziger Forschungsinstituten in einem Programm zur Erforschung von Weltregionen im Zeitalter der Globalisierung. Das Spektrum reicht von Afrika und Asien über die beiden Amerikas bis in den Nahen Osten und schließt selbstverständlich auch Europa ein, wobei dessen östlicher Teil als Brücke zu anderen Weltteilen besondere Aufmerksamkeit findet.

Leipzig gehört zu den wenigen deutschen Universitäten, die die Voraussetzungen durch traditionsreiche regionalwissenschaftliche Institute für ein solch weitgespanntes vergleichendes Programm besitzen. So lag es nahe, diese besondere Stärke in einem Forschungszentrum zu bündeln. Diese Anstrengung wird für vier Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3 Millionen Euro gefördert.

Forschungsprogramm: Weltregionen in einem Zeitalter der Globalisierung
Unzweifelhaft wächst der Bedarf an Wissen über scheinbar weit entfernte Regionen und über deren Verflochtenheit. Die Welt hat jene klare Hierarchie verloren, in deren Zentrum der Nationalstaat und der Westen standen - das Leipziger Centre for Area Studies untersucht die neue, erst in Umrissen absehbare Weltordnung und verbindet dabei die Expertise von Politikwissenschaftlern, Geographen, Historikern und Kulturwissenschaftlern aus vielen Instituten der Universität. Mit seinen Tagungen, Feldforschungen, Vorlesungsreihen und Workshops will das Zentrum nicht nur über fremde Welten informieren, sondern auch der Frage nachgehen, ob die Einteilung in europäische und außereuropäische Kulturen noch zeitgemäß ist, ob nicht das traditionelle Denken entlang kontinentaler Trennlinien mehr verbirgt als es erhellen kann. Das Forschungsprogramm dreht sich um die Effekte, die intensivere Begegnungen und Verflechtungen zwischen Staaten, Kulturen und Gesellschaften für die politische, wirtschaftliche und kulturelle Ordnung der Welt haben. Neue Akteure - wie das dichte Geflecht internationaler Organisationen, transnationale Netzwerke, Unternehmen und Wertschöpfungsketten - kommen dabei ebenso in den Blick wie großregionale Zusammenschlüsse nach dem Muster der EU, des Mercosur oder der Afrikanischen Union, dazu politisch-kulturell geprägte Blöcke wie der Commonwealth oder die Frankophonie, aber auch Autonomiebestrebungen von Indigenen und ethnischen Minderheiten.
Das Forschungszentrum ist zugleich eine Plattform für das Gespräch zwischen den beteiligten Fächern, das sich der Überführung neuer Erkenntnisse in die Ausbildung von Studenten widmet. So können vom Centre for Area Studies auch Impulse für die derzeit laufende Reform der Studienreform erwartet werden.

Tagung: "Medien und globaler Wandel seit dem 19. Jahrhundert"
Die erste größere Tagung des Centre for Area Studies widmet sich dem Thema "Medien und globaler Wandel seit dem 19. Jahrhundert" und findet am 4. und 5. Juni 2010 im Seminargebäude der Universität Leipzig statt.
Die Tagung geht der Frage nach, welche Rolle Medien für die Globalisierung seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielten. Namhafte Experten zeigen, dass neue Techniken wie Telegraphie, Rundfunk oder Internet nicht nur zur Verdichtung und Vernetzung der Welt beitrugen, sondern auch ein Gefühl von Gleichzeitigkeit sowie ein "globales Bewusstsein" produzierten. Die Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung des Centre for Area Studies mit dem Graduiertenkolleg "Bruchzonen der Globalisierung" der Universität Leipzig und dem Graduiertenkolleg "Transnationale Medienereignisse von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart" der Universität Gießen.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Matthias Middell
Telefon: +49 341 97-30230
Weitere Informationen: http://www.uni-leipzig.de/cas/
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