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Tennis um die Ecke?!

31.05.2010 - (idw) Deutsche Sporthochschule Köln

Das CarvingRacket im Test an der Deutschen Sporthochschule Was ist denn mit dem Schläger passiert? Damit kann man doch kein Tennis spielen! Das Sportgerät, das diese Worte beim ersten Anblick auch bei Sportstudentinnen und -studenten auslöst, ist das CarvingRacket. Bereits nach kurzer Spielzeit hat die Gruppe der Studierenden ihre Meinung aber schon geändert. Die Aussagen reichen von Das geht ja tatsächlich! bis Ist ja ein voll cooler Schläger!.

Nicht allein das Material steht im Mittelpunkt von Tennisschlägerentwicklungen, auch unterschiedliche Formen werden entwickelt und getestet. Wichtigster Faktor im Praxis-Test ist dabei sicherlich das Schlägergefühl: Wie liegt er in der Hand? Welcher Kraftaufwand ist notwendig, um den Ball zu kontrollieren und zu beschleunigen? Ein Schläger der besonderen Art wurde im Institut für Kognitions- und Sportspielforschung der Deutschen Sporthochschule Köln auf Herz und Nieren getestet: das CarvingRacket der Firma Neoxxline. Eingesetzt wurden dabei ein Einschätzungsfragebogen (vor und nach dem praktischen Testdurchlauf), ein Rastertest (Präzision bei den Grundschlägen Vorhand und Rückhand) sowie ein Aufschlagtest (Präzision und Geschwindigkeit) jeweils CarvingRacket und linearer Schläger im Vergleich. Ergebnis: Man kann sogar sehr gut mit dem gebogenen Schläger spielen:

Kontrolle und Präzision der Grundschläge sind ein Plus des CarvingRacket, da mit ihm in kürzerer Zeit kontrollierte, exakte Schläge erzielt werden. Besonders gut geeignet ist der Schläger für die Seitwärts- und Rückwärtsdrallvarianten, für besonders schnelle Vorhand- und Rückhandschläge ist aber vermutlich eine längere Umstellungszeit nötig. Die Aufschläge wurden im Test mit beiden Schlägervarianten nahezu identisch ausgeführt: das CarvingRacket erreichte bessere Präzisions- und Drallwerte von der Einstandseite nach außen sowie der Vorteilseite in die Mitte, der lineare Schläger war von der Einstandseite in die Mitte und der Vorteilseite nach außen besser. Auch die Aufschlaggeschwindigkeiten waren nahezu gleich.

Berücksichtigt man bei den im Test ermittelten Daten die relativ kurze Eingewöhnungszeit mit der neuen Schlägervariante (ca. 1 Stunde), stellt das CarvingRacket auf jeden Fall eine ernsthafte Alternative dar vor allem für Spieler, die Slice-Techniken bevorzugen und konventionelle Griffe benutzen.

Weitere Infos sowie die detaillierten Untersuchungsergebnisse sind im Institut für Kognitions- und Sportspielforschung (Dr. Peter Maier) einzusehen. maier@dshs-koeln.de
Weitere Informationen: http://www.dshs-koeln.de
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