Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 22. Juli 2014 

15 Jahre Dauerversuche - Einladung zum Versuchsfeldtag des Julius Kühn-Instituts in Brandenburg

07.06.2010 - (idw) Julius Kühn-Institut

Vorstellung Ergebnisse zu Pflanzenschutz und Wechselwirkung von Düngung und Pflanzenschutz. Präsentation neuer Trends wie Hirse als Energiepflanze oder Erbsen als künftigen Futtereiweißlieferant Kleinmachnow/Dahnsdorf (7.6. 2010) Am Mittwoch, den 9. Juni (10-13 Uhr) findet der traditionelle Feldversuchstag des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Dahnsdorf statt. Dauerfeldversuche, wie sie das JKI oder Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen hier seit 15 Jahren durchführt, sind ein gutes Instrument, mit dem sich der Einfluss des Klimawandels auf Schädlinge, die Wirkung der Pflanzenschutzmittel und der Ertrag abschätzen lässt.

So einen nassen und kalten Mai hatten wir selten, stellt Dr. Jürgen Schwarz, der wissenschaftliche Versuchsfeldleiter, fest. Im Vergleich zum Vorjahr sind wir mit der Pflanzenentwicklung zurück. Besonders der wärmeliebende Mais ist noch sehr klein. Aber so ist die Landwirtschaft eben, kein Jahr ist wie das andere.

Wegen dieser Wechsellaunen der Natur zeichnen sich wichtige Trends erst nach etlichen Jahren, häufig erst nach Jahrzehnten, ab. Dann lässt sich erkennen, wie sich im Boden lebende Schaderreger entwickeln und welche Unkräuter sich als besonders hartnäckig erweisen. Für beide gilt: sie sollen der Umwelt und dem Geldbeutel des Landwirtes zuliebe nur mit dem notwendigen Maß an Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Dauerfeldversuche liefern die Grundlage für die Erstellung und Überprüfung von Entscheidungs- und Prognosemodellen.

Neben dem Anbau von Energiepflanzen, z.B. Grünschnittroggen und Zuckerhirse, wurde in Dahnsdorf auch die Erbse, als großkörnige Leguminose, in die Fruchtfolge des Dauerversuchs integriert. Es geht darum, ob sich die eiweißhaltige Pflanze einen Platz auf deutschen Äckern zurückerobern kann. Sie könnte die Eiweißlücke bei der Tierernährung schließen, wenn der Import von Sojaschrot zurückgeht. Darüber hinaus bindet sie Stickstoff aus der Luft und senkt so den Bedarf an mineralischen Stickstoffdüngern.

Folgende Themenkomplexe werden präsentiert:
Gute fachliche Praxis und integrierter Pflanzenschutz bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung
Strategien zur Reduzierung der Intensität der Pflanzenschutzmittelanwendung
Wirkung von Fruchtfolge, Düngung und Pflanzenschutzmittelanwendung
Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau

Nach einer kurzen Einführung werden die Dauerfeldversuche mittels eines Rundgangs besichtigt und umfassend erläutert. Besucher können vor Ort Fragen stellen und mehrere Varianten direkt vergleichen.

Kontakt im Vorfeld:
Dr. Jürgen Schwarz / Versuchsfeldleiter
Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow
E-Mail: juergen.schwarz@jki.bund.de
Tel.: 033203 / 48-225

Anfahrt: Mit dem Pkw über A 9 Abfahrt Niemegk, auf B 102 in Richtung Belzig fahren. Ca. 1 km nach Ortsausgang Dahnsdorf nach links auf Feldweg abbiegen und bis zur Scheune vorfahren.
Weitere Informationen: http://www.jki.bund.de/fileadmin/dam_uploads/_JKI/bilder/VF/Anfahrtsweg%20Versuc... - Anfahrtsweg Karte
uniprotokolle > Nachrichten > 15 Jahre Dauerversuche - Einladung zum Versuchsfeldtag des Julius Kühn-Instituts in Brandenburg
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/198708/">15 Jahre Dauerversuche - Einladung zum Versuchsfeldtag des Julius Kühn-Instituts in Brandenburg </a>