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"Ich klage an" - Euthanasie im nationalsozialistischen Film

08.07.2003 - (idw) Universität zu Köln

Das Seminar für Psychiatrie in der Heilpädagogik und das Zentrum für Neurochirurgie der Universität zu Köln laden zusammen mit dem AStA-Film zur Veranstaltung "Leben mit Behinderung. Euthanasie im nationalsozialistischen Film" ein. Gezeigt wird der Film "ICH KLAGE AN" (Tonfilm Deutschland 1941) des Regisseurs: Wolfgang Liebeneiner. Anschließend wird eine Diskussion stattfinden.

121 /2003 (Behinderung-2)

"Ich klage an" - Euthanasie im nationalsozialistischen Film
Filmvorführung und Diskussion an der Universität zu Köln

Das Seminar für Psychiatrie in der Heilpädagogik und das Zentrum für Neurochirurgie der Universität zu Köln laden zusammen mit dem AStA-Film zur Veranstaltung "Leben mit Behinderung. Euthanasie im nationalsozialistischen Film" ein. Gezeigt wird der Film "ICH KLAGE AN" (Tonfilm Deutschland 1941) des Regisseurs: Wolfgang Liebeneiner

am Dienstag, dem 15. Juli 2003, um 18.00 Uhr
in Hörsaal A1 (Hörsaalgebäude)
Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln-Lindenthal.

Die Einführung in den Film wird Dr. med. Ralf Quester geben. Im Anschluß an die Vorführung bieten die Veranstalter Gelegenheit zur Diskussion.

Der Film "Ich klage an" bildete den Höhepunkt der nationalsozialistischen Euthanasie-Propaganda. Dieser Spielfilm transportierte verdeckt auf massenwirksame Art und Weise die Ideologie "lebensunwertes Leben" aus der Gesellschaft zu eliminieren. Absicht des NS-Regims war, sich solcher Menschen, die der "Volksgemeinschaft" zur Last fielen, insbesondere Menschen mit Behinderung und unheilbar Kranke durch Tötung zu entledigen. Primäre Gründe waren dabei ökonomische "Nützlichkeitserwägungen". Diese Intentionen werden im Film als humane Sterbehilfe getarnt. Ein Medizin-professor tötet nach langen Gewissenskonflikten seine an Multipler Sklerose erkrankte junge Frau, nachdem er erfolglos versucht hatte durch intensive Forschungsarbeiten ein Heilmittel für sie zu finden. Der Arzt wird vor Gericht gestellt. Suggestiv endet der Film ohne Urteilsspruch. Die Zuschauer sollten zu dem schein-bar eindeutigen Schluß kommen, dass Tötung auf Verlangen Erlösung bedeutet.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiebaden.


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Verantwortlich: Eva Faresin

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Ralf Quester unter den Telefonnummen 0221/470-4681 oder -4919 und unter der Email-Adresse ralf.quester@uni-koeln.de zur Verfügung.

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/.
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