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Thüringer Lehrer lernen Ökonomie und Recht online

08.07.2003 - (idw) Bertelsmann Stiftung

Thüringen startet Internet-Weiterbildung / Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft
Thüringen will die ökonomische und rechtskundliche Bildung in den allgemein bildenden Schulen weiter stärken. Dazu wird jetzt ein virtuelles, berufsbegleitendes Fortbildungsprogramm für Lehrer angeboten.

Den Startschuss für das Projekt "Ökonomische Bildung online" geben heute der Thüringer Kultusminister Dr. Michael Krapp, Clemens Wieland, Projektleiter bei der Bertelsmann Stiftung, Prof. Hans Kaminski vom Institut für Ökonomische Bildung der Uni­versität Oldenburg und Eckhard Basler vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM). "Mit dem Projekt steht den Lehrern ein innovatives, umfassendes und flexibel einsetzbares internetgestütztes Qualifizierungsangebot auf höchstem inhaltlichen Niveau zur Verfügung. Ich freue mich, dass nun auch Thüringen an diesem wichtigen Projekt beteiligt ist", sagt Michael Krapp.

Die wissenschaftliche Leitung übernimmt das Institut für Ökonomische Bildung der Univer­sität Oldenburg. Die Projektleitung liegt bei der Bertelsmann Stiftung, die auch einen großen Teil der Finanzierung übernimmt. Weitere Stiftungen (Ludwig-Erhard-Stiftung, Heinz Nix­dorf Stiftung, Stiftung der Deutschen Wirtschaft) sowie der Energiedienstleister EWE AG und die Länder Baden-Württemberg und Niedersachsen sind als Träger beteiligt. "Die Träger betreten mit diesem Projekt in mehrfacher Hinsicht Neuland", bemerkt Clemens Wieland. Es sei nicht nur ein public-private-partnership gelungen, sondern auch erstmals ein länderübergreifendes Bildungsangebot in mittlerweile zehn Bundesländern. Auch inhaltlich sei dieses Projekt einmalig: "Über 50 der namhaftesten Wissenschaftler konnten als Autoren für die Module gewonnen werden - wo sonst hat ein Student so ein Angebot?" Insgesamt investieren die Träger mehr als 2,5 Millionen Euro in dieses Projekt.

"Ökonomische Bildung online" besteht aus einer Kombination von Präsenz- und Online-Phasen. Diese Form der Lehrerfortbildung erlaubt es, die Studienaktivitäten flexibel auf dienstliche und pri­vate Belange abzustimmen. Lehrende und Lernende kommunizieren in einem virtu­ellen Klassenraum. Er dient als Ort für die Präsentation von Arbeitsergebnissen, für Ver­ständnisfragen oder die gemeinsame Bearbeitung von Aufgaben. Geschulte Tutorinnen und Tutoren - Fachwissenschaftler und Fachdidaktiker - betreuen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In mehreren Präsenzphasen mit Praktika, Erkundungen und Expertenreferaten sollen die Lehrerinnen und Lehrer ihr Verständnis von Wirtschaft und Justiz vertiefen.

Im Schuljahr 2003/04 startet in Thüringen die erste Lerngruppe mit 21 Teilnehmenden, im übernächsten Schuljahr folgt eine weitere Lerngruppe. Jeweils zwei Jahre lang setzen sich die Teilnehmer mit den Inhalten von 31 Lernmodulen auseinander. Themen sind beispielsweise "Wirtschaftspolitik im internationalen Fokus", "Unternehmen als ökonomische und soziale Aktionszentren", "Grundgesetz und Wirtschaftsordnung", "Wirtschaft und Familie, Zivilrecht und Wirtschaftsrecht" und "Recht und Erwerbstätigkeit". Die sechs rechtswissenschaftlichen Module wurden von Professoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena für dieses Projekt erstellt
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