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Frankreich :CO2- Abtrennung und -Speicherung: die ADEME wählt vier Projekte aus

11.06.2010 - (idw) Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Die 4 Projekte, die im Rahmen des 2008 gestarteten Projektaufrufes der Französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) ausgewählt wurden, erhalten insgesamt 45 Millionen Euro über 6 bis 8 Jahre. Ziel ist es, bis 2025 über anwendbare Technologien zu verfügen. Nachdem man sich 2009 bereits für ein erstes Projekt (Pil-Ansu, von Alstom, EdF, GdF-Suez und Armines) entschieden hatte, wurden kürzlich drei neue Projekte ausgewählt, um eine Unterstützung aus dem Fonds zur Finanzierung von Demonstrationsanlagen der ADEME zu erhalten:

- Das Projekt "France Nord" für die Speicherung und den Transport von CO2 wird unter der Leitung von Total und in Kooperation mit mehreren französischen und europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen [1] durchgeführt. Ziel ist es, die Speicherkapazität der salzigen Aquiferen (poröse Gesteinsschichten) für industrielle CO2-Emissionen kleinmaßstäblich im Norden Frankreichs zu testen. Nach zwei Jahren sollen die Projektträger in der Lage sein, nach Rücksprache mit den Behörden und der lokalen Bevölkerung, einen Standort für den Bau des Pilotprojekts vorzuschlagen. Die Investitionen belaufen sich auf 54 Millionen Euro, von denen die ADEME 40 % übernimmt.

- "ULCOS" (Ultra-Low CO2 Steelmaking) [2], ein europäisches Konsortium für Forschung und Entwicklung, das sich der Verringerung prozessbedingter CO2Emissionen bei der Stahlerzeugung widmet, plant ein Projekt für die Abtrennung, den Transport und die Speicherung von CO2 in der Region Lorraine. Es wird beim Unternehmen ArcelorMittal (Florange) angesiedelt und soll das Prinzip der CO2-Abscheidung und der Wiederverwertung von Hochofengas bestätigen.

- Das Projekt für eine Pilotanlage zur CO2-Abtrennung im Wärmekraftwerk in Le Havre, das von EDF und Alstom in Kooperation mit Veolia Environnement (C2A2) durchgeführt wird, nutzt die Technologie der "Abscheidung nach Verbrennung auf der Grundlage von Aminen". Sie wird direkt an dem CO2 getestet, das während des Verbrennungsvorganges der Kohle im Wärmekraftwerk freigesetzt wird.

[1] Dazu gehören: 6 große Industriegruppen (Air Liquide, EDF, GDF SUEZ, Lafarge, Total und Vallourec), drei französische Forschungsinstitute (BRGM, IFP und INERIS) und zwei deutsche Forschungsinstitute (EIFER in Karlsruhe und das Geoforschungszentrum in Potsdam).
[2] Dieser Verbund vereint etwa 50 Einrichtungen aus 15 europäischen Ländern, darunter 10 Stahl- und Bergbauunternehmen: ArcelorMittal, ThyssenKrupp, Corus, LKAB, Saarstahl, Dilling, Riva, voestalpine, SSAB und Ruukki.

Quellen:
- "Captage et stockage de CO2 : l'Ademe retient quatre projets", Actu-Environnement -02.06.2010 http://www.actu-environnement.com/ae/news/captzge-stockage-ademe-total-arcelor-e...
- "Projet de captage et stockage du CO2 dans le Centre", Enerzine - 26.05.2010
http://www.enerzine.com/14/9749+projet-de-captage-et-stockage-du-co2-dans-le-cen...

Redakteurin: Claire Vaille, claire.vaille@diplomatie.gouv.fr

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