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Fußball-Nationalmannschaft: Soziologie-Professor erkennt Sympathien bei der kritischen Intelligenz

15.06.2010 - (idw) Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Krefeld, 15. Juni. Seit der Europameisterschaft 1972 hat es keine deutsche Nationalelf mehr gegeben, die so technisch gekonnt, mannschaftlich abgestimmt, siegesgewillt und ästhetisch schön gespielt hat, wie Deutschland im Auftaktspiel gegen Australien. Das sagt Soziologie-Professor Dr. Klaus Hansen von der Hochschule Niederrhein.

Hansen ist Autor zahlreicher Sachbücher, die sich mit Fußball aus gesellschaftspolitischer Sicht beschäftigen. An der Hochschule Niederrhein lehrt er im Fachbereich Sozialwesen Politische Wissenschaft und Politische Bildung. Er ist bekennender Fußballfan und vom Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bislang begeistert: Diese sei zwar keine Nationalmannschaft im klassischen Sinne, aber gerade deswegen umso sympathischer: Erstmals repräsentiert die Mannschaft die moderne Einwanderungsgesellschaft, die Deutschland inzwischen geworden ist, und nicht allein mehr die völkische Abstammungsnation, die Deutschland so lange war. Dies und der Wille zum schönen Spiel ¬ verschafft dieser Mannschaft auch bei der kritischen Intelligenz große Sympathien.

Sympathien für den liebsten Sport der Deutschen hegt Hansen schon lange. Fußball spiegelt das Leben in der heutigen Zeit wider. Es ist Sinnbild der Leistungsgesellschaft, weil es ein Weltbild generiert und in den Köpfen installiert, sagt er. Sein jüngst erschienenes Buch Sisyphos am Ball. Experimentelle Fußballpoesie ist von der Zeitschrift Buchmarkt zum Redaktionstipp des Monats ernannt worden. Dieser wunderschöne Band gehört in jede Auslage zur Fußball-WM, heißt es dort.

Prognosen, wer am Ende den Titel holt, bezeichnet Hansen als blinde Wetten. Fußball sei ein anarchischer Sport, unvorhersehbar. Aber eine Meinung hat er doch: Würde die WM von demjenigen Kader gewonnen, der die meisten Spieler von absoluter Weltklasse vereint, wäre Argentinien mein Favorit. Würde die WM vom perfektesten Team entschieden, müsste es Spanien sein. Dürfte mein Sinn für Gerechtigkeit entscheiden, dann wäre Holland an der Reihe.

Und was ist mit den Deutschen? Hansen: Wir können es uns leisten, gelassen zu sein, zu lernen und zu warten. 24 Jahre im Schnitt ist die deutsche (Stamm-)Elf. Was gibt es also Schöneres als ein Endspiel Brasilien gegen Deutschland, am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro!

Weitere Informationen erteilt Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02151 822 3610; Email: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

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