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Dalischer Buchstabensalat in Eilschwingungen

16.06.2010 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Rektor-Kunstpreis 2010 der Universität Jena vergeben Jena (16.06.10) Buchstabensalat deutet an einer Universität eigentlich auf nichts Gutes hin. Doch individueller Buchstabenschnitt verbunden mit Sätzen, die sich mal gut lesen lassen und mal unleserlich verdichten, kann zu einem schwungvollen Kunstwerk werden. Dies hat Katharina Molitor mit ihren beiden Tuschezeichnungen Buchstabensalat bewiesen, die sie zum diesjährigen Kunstpreis des Rektors der Universität Jena eingereicht hat. Die bunt gemischte, unabhängige Jury erkannte der Lehramtsstudentin Deutsch und Kunst dafür den 1. Preis zu, der mit 500 Euro dotiert ist.

Auf Platz 2 und 3 kamen Ölgemälde, die eines gemeinsam haben: Sie wurden von Salvador Dali inspiriert. In ihrem Bild Alles schwingt Zustandsbetrachtung bei Stagnation im Panorama der Bewegungen deutet Anne Krüger die Vereinigung von Mann und Frau in der ,Ursünde und die nahende Vertreibung aus dem Paradies an oder etwas ganz anderes? Die Psychologiestudentin erhält mit dem 2. Preis auch 375 Euro. 250 Euro erhält PD Dr. Reimar Krieg vom Institut für Anatomie II für Die Frequenzen dieses Planeten werden immer schneller. Krieg zeigt eine surreale Welt(geschichte) mit ihren grausamen Protagonistentypen, die sich zu einer utopischen Welt aufmachen, über der die sanfte Schwingung von Leichtigkeit und Frieden liegt. Manches Jurymitglied sah ganz anderes, doch über die hohe Qualität des Gemäldes mit seinem klaren Bezug zum diesjährigen Wettbewerbsmotto Schwingungen war man sich einig.

Insgesamt 26 Einreicher hatten sich mit sehr unterschiedlichen Arbeiten um den Rektor-Kunstpreis 2010 beworben. Das Preisgeld hat die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Verfügung gestellt. In ihrer Mitgliederversammlung am 25. Juni (11.00 Uhr im Senatssaal der Universität, Fürstengraben 1) werden die Preise übergeben.

Dort wird auch Nils Töpfer mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Der Psychologiestudent hat einen (scheinbar endlosen) Film gedreht, der seine Umwelt widerspiegelt, die sich beim eiligen Lauf durch Jena zum Rhythmus seiner Füße wie eine Art Atomuhr von einer zur anderen Seite wiegt. Die außergewöhnlich puristische Arbeit überzeugte nicht nur die Jury, sondern insbesondere das Gremium der Strukturisten, welches extra aus Lindau vom Bodensee angereist kam. Deren Begründer, der Kommunikationsanalytiker Felix Stoffel, befasst sich seit langer Zeit mit der künstlerischen Umsetzung des Themas Schwingungen. Deshalb stiftete die von ihm und seinem Team gegründete Strukturistische Kunstlehrstätte den mit 750 Euro dotierten Sonderpreis für die künstlerische Umsetzung von Naturphänomenen in Form algorithmischer Strukturen, den nun Nils Töpfer erhält.
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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