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FH Osnabrück: Kooperation mit renommierter Partnerhochschule der Emirate

21.06.2010 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Die Fachhochschule Osnabrück und das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnologie schließen ersten deutschen Kooperationsvertrag mit der United Arab Emirates University in Al Ain. Sie sind regionale Vorreiter in der deutsch-arabischen Zusammenarbeit: Die Fachhochschule Osnabrück (FH) und das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) aus Quakenbrück haben die bundesweit erste Kooperation mit der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate unter Dach und Fach gebracht. Zur feierlichen Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages reisten der Präsident der FH, Professor Dr. Erhard Mielenhausen, Dr. Reinhold Kassing, stellvertretender Vorsitzender des DIL-Aufsichtsrates sowie Birgit Kemphues, Geschäftsführerin von Event und Media, in die Vereinigten Arabischen Emirate. Unterzeichnet wurde der Vertrag in Al Ain, der zweitgrößten Stadt der Emirate und Sitz der ältesten und bedeutendsten Universität des Landes.

Die Golfregion bleibt trotz der internationalen Wirtschaftskrise weiterhin ein prosperierender Wirtschaftsraum. Mit der Vereinbarung tragen wir nicht nur der ständig wachsenden Bedeutung dieser Region als Wirtschafts- sondern auch als Wissenschaftsregion Rechnung, betont Mielenhausen. Bisher kooperierten die Emirate ausschließlich mit Universitäten der USA, Englands und Japans. Die FH Osnabrück konnte nun die renommierte Universität am Golf erstmals für die Zusammenarbeit mit einer deutschen Hochschule begeistern. Die Hochschulen ergänzen sich sehr gut. Besonders vorteilhaft ist das ähnliche Fächerspektrum, welches einen gezielten Austausch von Studenten und Wissenschaftlern ermöglicht, so Mielenhausen weiter.

Vorgesehen sind u.a. gemeinsame Forschungsprojekte zu Themen der erneuerbaren Energien und Lebensmitteltechnologie, die von Austauschprogrammen der Lehrenden und Studierenden begleitet werden.

Für das DIL wies Reinhold Kassing auf einen ganz praktischen Aspekt der Kooperation hin: Die Emirate wollen in Zukunft nicht immer nur fertige Nahrungsmittel importieren, sondern selbst in die Produktion einsteigen. Da kann das DIL mit seinem Know-how ein wertvoller Partner sein und sich so ganz neue Märkte erschließen, die wirtschaftlich außerordentlich spannend sind.
Einen wichtigen Impuls für diese bundesweite Vorreiterrolle bei der Kooperation mit den Arabischen Emiraten setzte die Osnabrücker Unternehmerin Birgit Kemphues, die seit Jahren beste Kontakte in die arabische Welt pflegt und ihren privaten Kontakt zu Dr. Maitha Salem Al Shamsi, Staatsministerin der Emirate und Mitglied der Königsfamilie, genutzt hat: Persönliches und Geschäftliches sind hier untrennbar verbunden und machen im besten Fall die Zusammenarbeit unkompliziert, weil das gegenseitige Vertrauen da ist.

Wie wichtig diese Kooperation auf arabischer Seite genommen wird, zeigten die hochrangigen Gesprächspartner der Osnabrücker Delegation. So begrüßte Scheich Nahyan bin Mubarak Al Nahyan, ebenfalls Mitglied der Herrscherfamilie und Minister für Hochschulbildung und Wissenschaftliche Forschung, die Gäste aus Deutschland und betonte die glänzenden Perspektiven der Zusammenarbeit, von der neben der Wissenschaft auch die Wirtschaft profitieren werde. Der Scheich verwies auf den aktuellen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, bei dem eine engere Kooperation beider Länder vereinbart worden sei. Das schnelle und konsequente Handeln von FH und DIL passe hervorragend zu dieser gemeinsamen Entwicklung, so der Minister der Vereinigten Arabischen Emirate.

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