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Sanfte elektromechanische Elemente - Forscher und Anwender diskutieren an der Uni Potsdam über neue gummiartige Materialien

21.06.2010 - (idw) Universität Potsdam

Unmittelbar vor der 10. International Conference on Solid Dielectrics findet am 4. Juli 2010 ein europäischer Workshop zum Thema Dielectric elastomer actuators - Enabling applications an der Universität Potsdam statt. Dazu treffen sich Hersteller und Forscher, um neueste Entwicklungen zu diskutieren. Kondensatoren, die aus weichen Isolator- und Elektrodenschichten hergestellt werden, können große, elektrisch steuerbare dehnungsabhängige Bewegungen ausführen. Die weichen Kondensatoren sind leicht, effizient, lautlos und verformen sich wie natürliche Muskeln. Aus diesem Grund werden sie auch als künstliche Muskeln bezeichnet. Technisch gesehen sind sie als elektro-mechanische Wandler (Aktoren) zu betrachten. Da ihre Funktionalität auf einer dielektrischen Elastomer-Schicht basiert, werden sie Dielectric Elastomer Actuator (DEA) genannt. Bislang wurden verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Eigenschaften und speziellen Anwendungen entwickelt, so beispielsweise Braille-Anzeigen, schwimmende Zeppeline und optische Bewegungselemente. Viele dieser DEAs leiden jedoch noch unter zu geringer Zuverlässigkeit und zu hohen Betriebsspannungen von über 1.000 Volt. Jetzt haben einige Firmen technisch zuverlässigere Materialien und Systeme entwickelt. Damit bieten sich für die Nutzer erstmals gute Möglichkeiten zur Anwendung dieser Technologie.

In dem Workshop Dielectric elastomer actuators - Enabling applications werden Forscher hauptsächlich aus europäischen Ländern über neueste Ergebnisse berichten. Roy Kornbluh aus den USA, der schon an der Entwicklung des Grundprinzips der massgeblich beteiligt war, wird über Anwendungen, Stärken und Schwächen reden und eine Einführung in deren Nutzung bei der Umwandlung von Meer-Wellen-Energie in elektrische Energie geben. Gabor Kovacs aus der Schweiz spricht über spezielle Anwendungen und Ausführungen sowie über prozesstechnische Hürden. Guggi Kofod von der Universität Potsdam referiert über die Grundlagen der Technologie und über neue Materialentwicklungen zur Verbesserung der wesentlichen Eigenschaften. Vertreter von zwei großen Herstellerfirmen werden ihre Entwicklungen und spezifische Anwendungen vorstellen. Der Workshop bietet vielfältige Gelegenheiten zum wissenschaftlichen Austausch. Die Vorträge und Diskussionen werden durch praktische Vorführungen ergänzt.

Der Workshop wird in Zusammenarbeit mit UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam organisiert.

Hinweis an die Redaktionen:
Ort: Universitätskomplex Am Neuen Palais, Haus 8, Raum 0.64
Zeit: 4. Juli 2010, 10:00 Uhr
Kontakt: Prof. Dr. Reimund Gerhard und Dr. Guggi Kofod, Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam, Tel.: 0331/977-1615, -5464, E-Mail: reimund.gerhard@uni-potsdam.de und gkofod@uni-potsdam.de

Weitere Informationen zum Workshop sind im Internet unter tinyurl.com/DEA2010 abrufbar. Auskünfte zur Tagung sind im Internet unter www.icsd2010.com abrufbar.

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