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Drei Tage Universum

22.06.2010 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Astronomiedidaktiker der Universität Jena veranstalten vom 24. bis 26. Juni Lehrerfortbildung Jena (22.06.10) Für die einen ist es sicher etwas deprimierend zu wissen, dass man nur auf einem Staubkorn Erde steht, wenn man die Größe der Welt berücksichtigt. Für mich ist es aber noch immer faszinierend, dass die Bewohner dieses Staubkorns das selbst festgestellt haben. Es fällt nicht schwer, Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze von der Friedrich-Schiller-Universität Jena seine Faszination für die Astronomie zu entlocken, auch wenn sie ihn schon eine sehr lange Zeit begleitet.

Diese Begeisterung will der Professor für Didaktik der Physik und Astronomie gerne weitergeben und organisiert deshalb einmal jährlich die Lehrerfortbildung Astronomie an der Universität Jena. In diesem Jahr findet sie vom 24. bis 26. Juni statt. Hier werden Astronomie- und Physiklehrer aus ganz Deutschland auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht und können Erfahrungen und Methoden austauschen. Unsere Veranstaltung hat sich inzwischen zum Dauerbrenner entwickelt, berichtet Prof. Lotze, der derzeit auch Studiendekan der Physikalisch-Astronomischen Fakultät ist. Die Teilnehmerzahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich auf etwa 120 Lehrerinnen und Lehrer aus dem gesamten bundesdeutschen Raum gestiegen. Außerdem haben wir ein treues Stammpublikum.

Dabei übernehmen die Lehrer nicht nur den Part des Zuhörers, sondern gestalten selbst Programmteile mit. Sie leiten Workshops, die am zweiten Tag der Fortbildung stattfinden. Außerdem konnten wieder renommierte Wissenschaftler aus ganz Deutschland und darüber hinaus gewonnen werden. Mit ihnen gelang es, ein buntes Vortragsprogramm zusammenzustellen, das nicht nur Zahlen und Zeichen, sondern auch das Wirken einzelner Wissenschaftler in den Blick nimmt. Schließlich ist es ein bewährtes didaktisches Mittel, über Geschichte und Geschichten Begeisterung für die Naturwissenschaften zu wecken. So schlägt Prof. Dr. Harry Nussbaumer aus Zürich einen großen Bogen, wenn er über Die Entdeckung der Galaxien: Von al Sufi bis Hubble spricht. Einen anderen Pionier der Astronomie rückt Prof. Dr. Fritz Krafft aus Marburg mit seinem Vortrag Innovationen durch Seiteneinsteiger Das Beispiel des Amateurastronomen William Herschel ins Rampenlicht. Der Entdecker des Uranus, nach dem heute auch ein Weltraumteleskop benannt ist, war eigentlich ein studierter Musiker und kam über die mathematische Musiktheorie zur Astronomie. Zu diesem Vortrag (24. Juni, 18 Uhr) ist die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Weitere Referenten befassen sich etwa mit Der Sonne ein unruhiger Stern (Prof. Dr. Johannes Feitzinger, Bochum) oder Kosmologie und allgemein-relativistische Astrophysik in der Schule (Dr. Inge Thiering, Neckargemünd).

Wir sind sehr stolz darauf, jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm bieten zu können und das ohne Tagungsgebühren, sagt Prof. Lotze. Dies macht vor allem die Unterstützung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gemeinsam mit der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung möglich. Außerdem arbeiten die Physikdidaktiker der Uni Jena mit der Zeitschrift ASTRONOMIE + Raumfahrt im Unterricht und der Firma Meade Instruments Europe zusammen.

Drei Tage Universum wirken auf die meisten Lehrer wie eine Frischzellenkur in punkto Begeisterung. Und genau die sollen sie an ihre Schüler weitergeben diese Mischung aus Wissen und Staunen.

Terminhinweis:
Die Lehrerfortbildung Astronomie findet vom 24. bis 26 Juni in den Rosensälen der Universität Jena (Fürstengraben 27) statt.

Der öffentliche Abendvortrag Innovation durch Seiteneinsteiger Das Beispiel des Amateurastronomen William Herschel von Prof. Dr. Fritz Krafft beginnt am 24. Juni um 18 Uhr ebenfalls in den Rosensälen der Universität.

Kontakt:
Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze
Arbeitsgruppe Physik- und Astronomiedidaktik der Universität Jena
August-Bebel-Str. 4, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947490
E-Mail: kh.lotze[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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