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UKJ-Radiologe geht als Gastprofessor nach Harvard

23.06.2010 - (idw) Universitätsklinikum Jena

Der Jenaer Radiologe Professor Werner Kaiser wird im Juli eine Gastprofessur an der renommierten Harvard Medical School antreten. Auf Einladung des Vorstands des radiologischen Zentrums wird der Spezialist für Magnet-Resonanz-Mammografie im kommenden halben Jahr in Boston/USA lehren und forschen. Den Schwerpunkt in Prof. Kaisers Arbeit werden Trainingskurse in der von ihm mitentwickelten Brustkrebs-Diagnosetechnik bilden. Jena(23.06.10) Das ist eine gute Chance, die amerikanischen Kollegen mit der Methode der MR-Mammografie vertraut zu machen, freut sich Professor Kaiser über die Einladung. Der studierte Radiologe und Chemiker gehört zu den Pionieren des Diagnostikverfahrens, das ohne ionisierende Strahlung auskommt. Die Magnet-Resonanz-Tomografie kann schon kleinste Brusttumoren mit höchster Genauigkeit nachweisen, lange bevor diese Metastasen bilden können. Durch ein Kontrastmittel wird dabei das tumoreigene Gefäßsystem sichtbar, so dass Diagnostiker Lage und Art von Tumoren ab einer Größe von 3 mm genau bestimmen oder aber mit 99%iger Sicherheit ausschließen können.

Voraussetzung dafür ist, dass die Ärzte große Erfahrung und Routine in der Beurteilung der MR-Bilder besitzen und zur Selbstkontrolle die Behandlung der Patientinnen langfristig weiter verfolgen. Professor Kaiser wird deshalb mit der Mammografie-Abteilung des Brighams and Womens Hospital zusammenarbeiten und Lehrveranstaltungen anbieten. Ihr Besuch wird eine enorme Bereicherung für unser Zentrum darstellen, schreibt der Vorstand des Zentrums für Radiologie, Professor Steven E. Seltzer.

Im Oktober ist darüber hinaus ein großer Trainingskurs MR-Mammografie geplant, an dem Ärzte aus Kliniken an der gesamten Ostküste der USA teilnehmen werden. Seit etwa zehn Jahren ist Professor Kaiser Referent auf Weiterbildungsveranstaltungen in den USA; der längere Aufenthalt als Gastprofessor eröffnet ihm jetzt die Möglichkeit, die amerikanischen Radiologie-Kollegen nicht nur von den Vorteilen der MR-Mammografie zu überzeugen, sondern ihnen auch bei dem Erwerb einer sicheren Diagnostik-Routine zur Seite zu stehen. Mein Ziel ist es, der MR-Mammografie in den Vereinigten Staaten den Weg zu ebnen, die Patientinnen sollen davon profitieren, so der Jenaer Professor.

Die Harvard University in den USA gehört als eine der weltweit renommiertesten Elite-Universitäten auch auf dem Gebiet der Medizin zu den forschungsstärksten Einrichtungen. Die Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, ist zudem die größte Fakultät in Harvard mit etwa 1.400 Studierenden und umfasst neben dem Brighams and Womens Hospital 16 weitere zugeordnete Kliniken und klinische Forschungseinrichtungen.

Kontakt:
Prof. Dr. Werner A. Kaiser
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Universitätsklinikum Jena,
Tel.: 03641/ 9 32 48 01
E-Mail: Werner.Kaiser[at]med.uni-jena.de

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