Die Gedanken von Frankensteins Monster vor dem Selbstmord09.07.2003 - (idw) Universität Hannover
Doktorarbeit an der Universität Hannover
Inwieweit ist sich ein Mensch im Vorfeld eines Selbstmordes seiner Tat bewusst? Und wie bereiten literarische Texte des 19. Jahrhunderts Leserinnen und Leser auf die sich verändernde Verfassung des Todeskandidaten vor? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Doktorarbeit "Der Selbstmord in der englischen Literatur des 19. Jahrhunderts" am Englischen Seminar des Fachbereichs Literatur- und Sprachwissenschaften der Universität Hannover. Dirk Lange geht in seiner Arbeit der literarischen Darstellung der Suizidalität nach, also der Neigung, Selbstmord zu begehen. Aus psychologischer und psychiatrischer Sicht erscheint Suizidalität nicht als eine zeitlich eng begrenzte Phase tiefer Verzweiflung als Reaktion auf extrem negative Lebensereignisse- oder Umstände. Sie lässt sich eher als ein Phänomen dauerhafter schmerzhafter Bewusstheit skizzieren, die lange vor dem Selbstmord, der nach außen hin sichtbar ist, einsetzt. Dirk Lange untersucht in seiner Promotionsarbeit verschiedene literarische englische Texte des 19. Jahrhunderts, darunter Mary Shelleys "Frankenstein", Oscar Wildes "Picture of Dorian Gray" und Robert Louis Stevensons "Dr. Jekyll and Mr. Hyde". Für seine Doktorarbeit hat er unter anderem zwei Monate in der British Library in London recherchiert. Hinweis an die Redaktion: Für nähere Informationen steht Ihnen Dirk Lange unter Tel.: 0511/9655804 oder per E-Mail unter krid.egnal@web.de gerne zur Verfügung.
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