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Der große Versöhnungstag Internationale Konferenz in Mainz

24.06.2010 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Öffentlicher Vortrag am Donnerstag, 8. Juli um 19:00 Uhr über Das Geschenk der Versöhnung. Levitikus 16 und das Problem der Schuld in der Synagoge Weisenau Mit dem großen Versöhnungstag befasst sich eine internationale Konferenz, zu der Wissenschaftler aus den USA, Frankreich, der Schweiz, Ungarn, Österreich und Deutschland vom 8. bis 10. Juli an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz kommen. Im Judentum ist der Versöhnungstag, Jom Kippur, einer der zentralen Feiertage. Aber auch für das Christentum gibt die Kultvorschrift des Levitikusbuches, das wir auch das 3. Buch Mose nennen, ganz wichtige Impulse. Die Deutungen der Kreuzigung Jesu als Sühnetod haben sich ganz wesentlich daraus entwickelt, erklärt Prof. Dr. Thomas Hieke vom Seminar für Biblische Wissenschaften (Katholisch-Theologische Fakultät) an der Universität Mainz. In der Tora, den fünf Büchern Mose, steht das Kapitel über den Versöhnungstag im Zentrum dabei stellt die Bibel die kultische Versöhnung als ein Geschenk Gottes zum Wohle der Menschen dar. Bei einem öffentlichen Abendvortrag am Donnerstag, 8. Juli 2010 um 19:00 Uhr wird Prof. Dr. Bernd Janowski von der Universität Tübingen über Das Geschenk der Versöhnung. Levitikus 16 und das Problem der Schuld sprechen. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu dem Vortrag in der Synagoge in Weisenau herzlich eingeladen.

In Kapitel 16 des Buches Levitikus wird beschrieben, wie der Versöhnungstag zu begehen ist. Versöhnung steht hierbei für eine große Bandbreite von Vorstellungen, die sich mit der Beziehung zwischen Gott und Mensch, zwischen JHWH und seinem Volk Israel und mit dem Ort dieser Begegnung befassen. Es geht aber auch um das Bekenntnis von menschlicher Schuld und der Befreiung von Schuld durch ein archaisches Eliminationsritual: Der Ziegenbock, dem symbolisch die Schuld des Volkes aufgeladen wurde, wird in die Wüste geschickt.

Bei der Konferenz soll gezeigt werden, wie sich die verschiedenen Sinndeutungen des biblischen Textes im Laufe der Geschichte entfaltet haben und auch heute noch entfalten. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Die Publikation der Tagungsbeiträge ist bei dem Wissenschaftsverlag Brill vorgesehen. Die Konferenz The Day of Atonement der große Versöhnungstag wird von Prof. Dr. Thomas Hieke, Universität Mainz, und Prof. Dr. Tobias Nicklas, Universität Regensburg, organisiert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie dem Zentrum für Interkulturelle Studien (ZIS) der Universität Mainz unterstützt.

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Thomas Hieke
FB 01, Katholisch-Theologische Fakultät
Seminar für Biblische Wissenschaften, Abteilung Altes Testament
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-20876
E-Mail: thieke@uni-mainz.de
Weitere Informationen: http://www.at.kath.theologie.uni-mainz.de/328.php
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