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Von Indien nach Wolfenbüttel zur Bachelorarbeit

30.06.2010 - (idw) Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

College of Engineering schickt Studierende ins Auslandssemester an die Ostfalia Bereits seit Jahren setzt die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften auf internationale Beziehungen und Partnerschaften, denn der globale Arbeitsmarkt hat Absolventen viel zu bieten. Heute verfügt die Ostfalia über ein weltweites Netzwerk von Partnerhochschulen, das sich insbesondere durch den gegenseitigen Studierenden- und Dozentenaustausch auszeichnet. Ein aktuelles Beispiel ist das College of Engineering in Pune/Indien und seine Studierenden Priyanka Gugale (22) und Kaustubh Bhat (23). Beide hatten ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Passage to India erhalten, um an der Ostfalia in Wolfenbüttel ihre Bachelorarbeit zu verfassen.

Inzwischen dürften die Studierenden Gugale und Bhat, die beide über gute Deutschkenntnisse verfügen, wieder zu Hause sein. Vor zwei Tagen ging ihr Flug zurück nach Pune und damit in eine Stadt im nordwestlichen Indien mit drei Millionen Einwohnern. Pune zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes und ist u. a. bekannt für die größte Straßenverkehrsdichte und die meisten Software-Unternehmen Indiens. Einen hohen Bekanntheitsgrad sowie ein hervorragendes Image hat auch die 1854 gegründete Universität Pune. Sie zählt zu den ältesten Ingenieurhoch¬schulen Asiens. Ihr angegliedert ist das College of Engineering (COEP), welches durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert seit 2008 Kooperationspartner der Fakultäten Elektrotechnik und Maschinenbau der Ostfalia ist. Mitte Januar in Wolfenbüttel eingetroffen, arbeiteten hier die indische Studentin Priyanka Gugale und ihr Kommilitone Kaustubh Bhat bis Ende Juni an ihrer Bachelorarbeit und waren von der Hochschule, der Stadt Wolfenbüttel und ihren Menschen begeistert.

Während sich Priyanka Gugale an der Fakultät Elektrotechnik mit dem Thema Modellbildung und Simulation von Energieerzeugungsanlagen, insbesondere von Synchrongeneratoren beschäftigte, lautete das Thema der Bachelorarbeit von Kaustubh Bahat Contribution to a Software-in-the-Loop-Model for simulating a passenger car with yaw rate control". Prof. Dr. Volker Dorsch, der den Studenten fünf Monate lang betreute, erklärt: Es handelt sich dabei um die exakte Geschwindigkeitsermittlung für das Simulationsmodell eines Fahrzeugs mit einem elektronischen Stabilitätssystem.

In der Fakultät Elektrotechnik übernahm Prof. Dr. Martin Könemund die Betreuung von Priyanka Gugale. Ihr Ziel ist es, mit dem ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss als Energieberaterin im Bereich der erneuerbaren Energien zu arbeiten. Deshalb ist sie gerne an die Ostfalia gekommen: Deutschland ist ideal für ein Auslandssemester, denn regenerative Energien sind weltweit sehr gefragt und Deutschland ist anderen Ländern in der Entwicklung dieser Technologien voraus, meint Priyanka Gugale.

In Wolfenbüttel haben sich die beiden Gaststudierenden sehr wohl gefühlt: Das Klima ist beeindruckend, da das Wetter viel abwechslungsreicher ist als in Indien, im Winter schneit es, und die Landschaft gefällt mir sehr gut. Wolfenbüttel ist eine wunderschöne kleine Stadt. Alle Menschen hier waren freundlich, hilfsbereit und ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte, so Gugale. Ebenfalls großen Eindruck hat die hiesige (Hochschul-)Kultur hinterlassen: Die Studierenden in Deutschland haben unterschiedliche Prioritäten, leben und gestalten ihren Alltag ganz anders, als ich es gewohnt bin. In Indien steht die Familie an oberster Stelle. Ich war zum Beispiel nie zuvor im Ausland. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich unabhängig und selbstständig. Das gibt mir große Freiheiten, durch die ich mich weiter entwickle, erklärt die junge Frau. Eine bemerkenswerte, intelligente junge Studentin, die Dank der Unterstützung ihrer Familie und eines Stipendiums des DAAD die Möglichkeit hatte, in Wolfenbüttel erste Erfahrungen im Ausland zu sammeln und eine andere Kultur kennen zu lernen. Ich bin überzeugt davon, dass sie beruflich Dank der familiären Unterstützung ihren Weg gehen wird. Sie ist ein positives Beispiel für viele indische Frauen, die eine hochqualifizierte Ausbildung anstreben, sagt Prof. Dr. Peter Stuwe, Dekan der Fakultät Elektrotechnik. Im September dieses Jahres werden zwei Studierende der Ostfalia Hochschule ein Semester in Pune absolvieren.


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