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Vom Stadtschreiber zum Poetikdozenten: Peltzer im Wintersemester an der Goethe-Universität

05.07.2010 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

FRANKFURT. Ulrich Peltzer lehrt im kommenden Wintersemester an der Goethe-Universität als Gastdozent für Poetik. Nach seinen Arbeiten für das Drehbuch des Frankfurt-Films Unter Dir die Stadt (Kinostart: 21. 10. 2010) und seinem Jahr als Stadtschreiber von Bergen wird der Berliner Schriftsteller erneut nach Frankfurt zurückkehren, um dort in der Zeit vom 11. Januar bis zum 8. Februar 2011 in einem fünfteiligen Zyklus Fragen zur poetischen Produktion und ihren Bedingungen zu erörtern. Peltzers Frankfurter Vorlesungen, die den Titel angefangen wird mittendrin tragen werden, finden jeweils am Dienstagabend um 18 Uhr im Hörsaal HZ 2 (Campus Westend) statt. Die Veranstaltung richtet sich an die Studierenden der Goethe-Universität sowie an das literarisch interessierte Publikum der Rhein-Main-Region; der Eintritt ist frei.

Ulrich Peltzer wurde 1956 in Krefeld geboren und studierte Philosophie und Psychologie in Berlin, wo er seit 1975 lebt. In seinen fünf im Amman Verlag erschienenen Romanen erzählt er unter anderem vom prekären Leben in der Metropole (Alle oder keiner, 1999), vom 11. September als Einbruch des Realen (Bryant Park, 2002) und von Liebe, Macht und Widerstand (Teil der Lösung, 2007). Peltzer wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht darunter der Anna-Seghers-Preis (1997), der Preis der SWF-Bestenliste (2000) und der Berliner Literaturpreis (2008).

Die Frankfurter Poetik-Vorlesungen wurden 1959 vom S. Fischer Verlag in Form einer Stiftungsgastdozentur eingerichtet. Seit 1963 werden sie vom Suhrkamp Verlag bzw. der Peter Suhrkamp Stiftung sowie der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität getragen. Die bei ihrer Gründung im deutschen Literaturbetrieb einzigartige Institution konnte seitdem mit Ausnahme einer Unterbrechung zwischen 1968 und 1979 in nahezu jedem Semester eine Veranstaltung anbieten und avancierte auf diese Weise zu einem wichtigen Faktor im literarischen Leben der Stadt Frankfurt. Nach Ingeborg Bachmann im Herbst 1959 erhielten unter anderem Heinrich Böll, Günter Grass und Christa Wolf die Gelegenheit, sich in einer mehrteiligen Vorlesungsreihe über eine selbstgestellte Frage zur zeitgenössischen Dichtung theoretisch darstellend zu äußern.

Informationen: Prof. Dr. Ulrich Wyss und Christian Buhr (M.A.), Stiftungsgastdozentur für Poetik, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Campus Westend, Tel.: (069) 798-32687; poetik@lingua.uni-frankfurt.de.

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