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Eva Kühne-Hörmann macht Station im Fraunhofer LBF

06.07.2010 - (idw) Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst widmet ihre Sommerreise dem Thema Elektromobilität Hessen mit dem Rhein-Main-Gebiet als einem der
bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte weltweit kann eine Vorreiterrolle auf dem zukunftsträchtigen Feld der Elektromobilität übernehmen, wenn die Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik noch stärker als bisher vernetzt werden", sagte Kühne-Hörmann anlässlich ihres Besuchs im Darmstädter Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF. Dies ist Voraussetzung, um bei der Erforschung wichtiger Zukunftstechnologien im weltweiten Wettbewerb an der Spitze zu sein. Dafür leistet das Fraunhofer LBF bereits heute mit seinen innovativen Lösungen einen wichtigen Beitrag.

Erlebnis Elektromobilität vom Labor auf die Straße
lautete das Motto der Reise der Ministerin, die bei ihrer
Fahrt die vielschichtigen Anwendungen der Elektromobilität erkundete vom Pedelec über Segway bis zum E-Auto. Die erste Anlaufstelle war das Fraunhofer LBF, eines der führenden Forschungsinstitute im Bereich der Elektromobilität in Deutschland. Das Darmstädter Institut koordiniert unter der Leitung von Institutsdirektor Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka die Aktivitäten der Forschungsinitiative Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität mit 33 beteiligten Instituten und beteiligt sich unter anderem an den Aktivitäten der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main sowie an der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen.

Seine Kompetenzen in der Betriebsfestigkeits- und Systemzuverlässigkeitsbewertung sowie in der Adaptronik setzt das Fraunhofer LBF konsequent für die Elektromobilität ein. Dies reicht von der Datenerfassung über die numerische und experimentelle Simulation bis hin zum funktionsintegrierten Leichtbau und zur Verbesserung des Komforts.

Im Rahmen ihres Besuchs besichtigte die Ministerin die umfangreiche mess- und prüftechnische Infrastruktur des Instituts. Ein Schwerpunkt war der erst im Februar in Betrieb genommene neue Ganzfahrzeugprüfstand, der bestens auf die Erfordernisse von Elektrofahrzeugen abgestimmt ist. Mit ihm können beim Fraunhofer LBF erstmals ganze Karosserien geprüft werden. Ein neu entwickelter Prüfstand zur realitätsnahen Räderprüfung, in dem in Kürze auch Räder mit integrierten Rad-Nabenmotoren getestet werden, stand ebenfalls auf dem Besuchsprogramm. Speziell bei der Prüfung von Elektrofahrzeugen will das Fraunhofer LBF erneut seiner Rolle als Vorreiter bei der Festlegung von Prüfstandards gerecht werden und gemeinsam mit Industriepartnern die Betriebsfestigkeit und Zuverlässigkeit der neuartigen Fahrzeugkonzepte nachweisen.

Elektrofahrzeuge sind in vielen Aspekten anders als herkömmliche Pkw. Dem können wir besonders gut mit der Verknüpfung von numerischer Simulation und experimentellen Verfahren begegnen. Aufgrund seiner traditionell großen Nähe zur Automobilindustrie ist das Fraunhofer LBF prädestiniert dazu, die Querschnittsaufgabe Sicherheit und Zuverlässigkeit entlang der kompletten Entwicklungskette von Fahrzeugen zu bearbeiten, sagte Dr. Ursula Eul, Leiterin Strategisches Management am Fraunhofer LBF.

Im Sinne der zukünftigen Art of Mobility muss die gesamte Bandbreite der motorisierten Fahrzeuge - vom Elektrofahrrad und den leichten Elektroroller über das Elektroauto bis hin zum schweren Nutzfahrzeug - betrachtet werden, ergänzte Dr. Michael Jöckel, Leiter der Geschäftsstelle Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität und Gruppenleiter am Fraunhofer LBF.

Ein enger Dialog und die Kooperation zwischen Ingenieuren aus Forschung, Entwicklung, Umsetzung und Anwendung sind im heutigen Wettbewerb wichtiger denn je. Dies wird deutlich im neuen Fraunhofer-Transferzentrum Adaptronik, das im November 2010 eingeweiht wird. Ministerin Kühne-Hörmann informierte sich, wie hier Kooperationspartner gemeinsam aktive Systemlösungen entwickeln und die Schlüsseltechnologie der Adaptronik auch bei Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen kann. Mit Hilfe dieser Technologie können Eigenschaften von Strukturen überwacht und verändert, Vibrationen, Lärm und Verformungen aktiv kontrolliert werden. Grundlegende Forschungsarbeiten zur Adaptronik werden in dem vom Land Hessen geförderte LOEWE-Zentrum AdRIA (Adaptronik - Research, Innovation, Application) durchgeführt, welche vor knapp zwei Jahren eingeweiht wurde.

Wir sind stolz darauf, das Fraunhofer LBF als umsetzungsstarke Forschungsinstitution und kompetenten, gut vernetzten Partner für die Elektromobilität hier in Hessen zu haben sagte Kühne-Hörmann bei ihrem Rundgang durch das Institut.

Über das Fraunhofer LBF
Mit ganzheitlicher Kompetenz in Betriebsfestigkeit, Adaptronik und Systemzuverlässigkeit entwickelt, bewertet und realisiert das Fraunhofer LBF unter Leitung von Professor Holger Hanselka gemeinsam mit dem assoziierten Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM an der TU Darmstadt im Team von rund 300 Mitarbeitern maßgeschneiderte Lösungen für alle Sicherheitsbauteile vom Werkstoff bis zum System, von der Idee bis zum Produkt. Automobil- und Nutzfahrzeugbau, Schienenverkehrstechnik, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, und modernste Technologie auf mehr als 17 000 Quadratmeter Labor- und Versuchsfläche.

Weitere Informationen: http://www.lbf.fraunhofer.de/elektromobilitaet
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