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GenerationenHochschule befasst sich mit der Affinität zur Religiosität

08.07.2010 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Am Dienstag, dem 6. Juli 2010, fand die letzte Veranstaltung der GenerationenHochschule vor der Sommerpause statt. Hochschul-Pressesprecher Andreas Schneider begrüßte stellvertretend für Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann die zahlreich erschienen Gäste. Mit rund 300 Anmeldungen war trotz des schönen Wetters das AudiMax auf dem Wernigeröder Campus der Hochschule Harz bis auf den letzten Platz belegt. Alle interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer waren gekommen, um den bekannten Neurobiologen und Autor Prof. Dr. Gerald Wolf, Emeritus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, und seine Erläuterungen zum Thema Gott ein Meisterstück des Gehirns? zu hören.

Mit faszinierenden Bildern und spannenden Denkanstößen war sich der Dozent der ungeteilten Aufmerksamkeit seines Publikums sicher. Wolf begann seine Ausführungen mit der Feststellung, dass in der heutigen Zeit rund 400.000 Götter verehrt werden und begab sich im Anschluss zusammen mit dem interessierten Publikum auf Ursachenforschung. Um die Frage Warum glauben wir eigentlich? zu beantworten, schlug er eine Brücke zwischen Religion und Wissenschaft zwei für ihn unvereinbare Gegensätze. Es stellte sich die Frage, ob eher die rationalen, wissenschaftlichen Erklärungen oder der Trost, die Sinngebung der Religion die Probleme der Menschheit löst? Als ausgewiesener Experte der Neurobiologie ist der erfolgreiche Autor und Professor fasziniert von dem, was unser Körper leistet. Ab heute haben sie den größten Respekt vor ihrem Gehirn, präsentierte der Dozent den Aufbau des Gehirns. Das sind wir. Diese Bilder werden sie nie vergessen. Kaum zu glauben, dass dieses Meisterstück nach dem Evolutionsprinzip der Selbstoptimierung entstanden ist ohne einen Konstrukteur, ohne einen Gott. Respekt vor dem lieben Gott, aber das traue ich ihm nicht zu, formulierte Prof. Dr. Wolf überspitzt und betonte dabei die Komplexität ein möglicher Ursprung unserer Neigung zur Religiosität. Nach vielen Denkanstößen und faszinierenden Anregungen ließ Wolf den Zuhörer schließlich mit sich und seinen Gedanken allein. Was man nun glauben will schuf Gott unser Gehirn oder entstanden im Gehirn unsere mythischen Vorstellungen die Antwort ist ihre persönliche Angelegenheit, schloss Prof. Dr. Gerald Wolf seinen Vortrag.

Nach der Sommerpause findet die nächste GenerationenHochschule am 5. Oktober 2010 statt. Prof. Martin Kreyßig vom Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz referiert Von der Faszination des Spiels Über den Zusammenhang von Spiel, Kultur und Ästhetik. Zu jeder Veranstaltung ist eine Anmeldung unter http://www.generationenhochschule.de notwendig.
Weitere Informationen: http://www.generationenhochschule.de
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