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Mehr Sicherheit durch ergonomisch gestaltete Arbeitsunterlagen

13.07.2010 - (idw) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Handlungsfehler gehören zu den häufigen Ursachen für Unfälle und Betriebsstörungen. Durch Arbeitsunterlagen wie Betriebshandbücher und Arbeitsanweisungen lassen sich Fehler vermeiden. Mit einer neuen Arbeitswissenschaftlichen Erkenntnis (AWE) stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt eine Handlungshilfe zur Erstellung von Arbeitsunterlagen für die Prozessführung zur Verfügung. Die systematische Zusammenstellung ergonomischer Anforderungen an die Gestaltung solcher Unterlagen unterstützt somit die sichere Prozessführung. An der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine spielen Betriebshandbücher und Arbeitsanweisungen eine entscheidende Rolle für die Sicherheit, Effizienz und Effektivität der ablaufenden Prozesse. Sie können Operateure bei ihren Arbeitsaufgaben unterstützen, helfen Handlungsfehler und Fehlbelastungen zu vermeiden und das sicherheitsgerechte Verhalten fördern. Zudem bietet sich die Erarbeitung von Anweisungen mit den Operateuren als Qualifizierungsmaßnahme an, insbesondere wenn neue Verfahrens- und Arbeitsabläufe eingeführt werden. Arbeitsunterlagen können und sollen jedoch weder Defizite in der ergonomischen Gestaltung des Arbeitssystems kompensieren noch die Basisqualifikation der Operateure ersetzen.

Um die Operateure optimal zu unterstützen, müssen Arbeitsunterlagen ergonomisch gestaltet sein. Die AWE Handlungshilfe zur Erstellung von Arbeitsunterlagen für die Prozessführung, die zugleich Arbeitswissenschaftliche Leitlinie der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) ist, liefert eine Anleitung zur systematischen Erstellung, Bereitstellung und Aktualisierung dieser Arbeitsunterlagen. Sie stützt sich insbesondere auf die Erkenntnisse aus dem BAuA-Forschungsbericht 1053 Anforderungen an Arbeitsunterlagen für die Prozessführung. Der Bericht ermittelte Dialog- und Darstellungsprinzipien zur Ergonomie der Mensch-System-Interaktion. Die grundlegenden Gestaltungsprinzipien sind dabei Kompatibilität, Konsistenz und Transparenz, denen zehn Anforderungsgruppen wie beispielsweise Aufgabenangemessenheit und Erwartungskonformität zugeordnet werden. Um alle diese Anforderungen erfüllen zu können, schlägt der Leitfaden eine Vorgehensweise in Einzelschritten vor. Diese beginnt mit der Zielsetzung für den Einsatz der Arbeitsunterlage endet mit ihrer Bekanntgabe und Verfügbarkeit. Beispiele erläutern die Empfehlungen, mit denen sich die Gestaltungsprinzipien erfüllen lassen.

Die Arbeitswissenschaftliche Erkenntnis befindet sich als PDF-Datei (3 MB) unter der Adresse http://www.baua.de/de/Publikationen/AWE/Band4/Prozessfuehrung.html auf der BAuA-Homepage.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Weitere Informationen: http://www.baua.de/de/Publikationen/AWE/Band4/Prozessfuehrung.html Direkter Link zur AWE Handlungshilfe zur Erstellung von Arbeitsunterlagen für die Prozessführung aud der BAuA-Homepage
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