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Europa am Äquator? BMBF-geförderte Nachwuchsgruppe am IEG Mainz untersucht Europabilder evangelischer Missionare14.07.2010 - (idw) Institut für Europäische Geschichte
Am Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz untersucht eine interdisziplinäre Nachwuchsgruppe die Europabilder evangelischer Missionare in außereuropäischen Ländern zwischen 1700 und 1970. Am 22. Juli 2010 stellt sich die Projektgruppe an einer Tagung des IEG erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vor.
Die Nachwuchsgruppe »Transfer und Transformation der Europabilder evangelischer Missionare im Kontakt mit dem Anderen, 17001900« wird für vier Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms »Europa von außen gesehen« gefördert. Projektleiterin Dr. Judith Becker freut sich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit ihren beiden Doktoranden einer Theologin und einem Historiker. »Uns interessiert vor allem die Frage, mit welchen Vorstellungen von europäischen Werten deutsche und englische Missionare in außereuropäische Länder gingen und wie sich ihr Europabild durch das Leben in außereuropäischen Kulturen veränderte.« Verstärkt wird die Gruppe durch auswärtige Postdoktoranden, die jeweils für etwa ein Jahr in dem Projekt mitarbeiten werden. Als »fellows in residence« sind sie in die internationale Forschergemeinschaft des IEG eingebunden. Sie sollen insbesondere die Perspektiven katholischer Missionare und den Blick aus ehemaligen Missionsgebieten einbringen.
Mit einem Fördervolumen von mehr als einer Million Euro unterstreicht das neue Projekt das Forschungspotential des außeruniversitären Instituts, das unter anderem ein Graduiertenkolleg mit der Universität Mainz betreibt. »Die Nachwuchsgruppe verbindet in idealer Weise innovative europabezogene Fragestellungen mit der kirchen- und religionsgeschichtlichen Expertise unseres Instituts«, betont Direktorin Prof. Dr. Irene Dingel. Hervorgegangen ist die Initiative aus einem Forschungsschwerpunkt des IEG, der sich mit Wechselwirkungen zwischen Wertewandel und Geschichtsbewusstsein in europäischen Gesellschaften beschäftigt.
Die Nachwuchsgruppe stellt sich erstmals im Rahmen des internationalen Kolloquiums »Die Begegnung mit Fremden in ihrer Bedeutung für das Geschichtsbewusstsein« der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vor. Die Präsentation findet am 22. Juli 2010 ab 13:30 Uhr im Institut für Europäische Geschichte in Mainz statt.
Weitere Informationen:
http://www.ieg-mainz.de
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