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Dritter Ehrenbürger der Universität: Prof.Dr.-Ing.Gert König

11.07.2003 - (idw) Universität Leipzig

Aus der Hand von Rektor Franz Häuser hat am Donnerstag der frühere Direktor des Instituts für Massivbau und Baustofftechnologie der Universität Leipzig, Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Gert König, in Fachkreisen respektvoll "Beton-Papst" genannt, Urkunde und Medaille zur Ehrenbürgerschaft der Universität empfangen. Gewürdigt werden damit - wie auf der Urkunde vermerkt ist - seine "besonderen Verdienste um die Förderung der Interdisziplinarität in Forschung und Lehre an der Universität Leipzig". Gert König ist nach der ehemaligen Leiterin des Universitätsarchivs Renate Drucker und der georgischen Cellistin Tamara Gabaraschwili, die 1998 eine seit dem 2. Weltkrieg verschollene wertvolle Viola d'amore dem Musikinstrumentenmuseum der Universität übergab, erst die dritte Persönlichkeit, der die Würde eines Ehrenbürgers der Universität verliehen wurde.
In der kleinen Feierstunde im Kreise von Altmagnifizenz Bigl, Dekan Hasse und Kollegen aus dem Bauingenieurwesen würdigte Rektor Häuser das große Engagement von Gert König bei der Integration des Bauingenieurwesens in die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, für die Konzipierung neuer Studiengänge und die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Einrichtungen. Diese Verflechtung von Ingenieurwesen und Wirtschaft, so der übereinstimmende Tenor, sei nach wie vor außerordentlich zukunftsträchtig. Der Rektor versicherte, dass ungeachtet des vorgegebenen Rückbaus des Bauingenieurwesens die Hände nicht in den Schoß gelegt würden, sondern vielmehr Anstrengungen darauf gerichtet sind, mit neuen innovativen Studiengängen technisch-anwendungsorientierte Kompetenz für das Aufgreifen moderner Entwicklungen an der Universität zu erhalten.
Prof. König, 1995 aus Darmstadt an die Universität Leipzig gekommen und hier noch mit 68 Jahren als Hochschullehrer tätig gewesen, sagte, dass er die Leipziger Zeit nie vergessen werde, auch wegen der fruchtbaren Arbeitsatmosphäre, die eben gerade nicht, wie sonst üblich, vom Kampf der Architekten und Bauingenieure gegeneinander geprägt werde. Auf sein Aufbauwerk angesprochen, unterstrich er: "Ohne Liebe und Leidenschaft kann man nichts erreichen; wir haben versucht, das an die Studenten weiterzugeben. Schließlich sind die Studenten das Benzin, ohne das unser Motor nicht läuft." Und er berichtete davon, dass er bei seinen Vorträgen quer durch Deutschland nicht selten von jungen Leuten angesprochen wurde, ob sie nicht ein Studium in Leipzig absolvieren könnten. Denen habe er geantwortet: "Packen Sie Ihren Koffer und kommen Sie gleich mit nach Leipzig." Und tatsächlich seien auf diese Weise eine ganze Reihe Studierender an der Pleiße gelandet.

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