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FH Trier hat eine neue Strick-Weltmeisterin -Viola Widjaja siegt in Florenz!

23.07.2010 - (idw) Fachhochschule Trier

Die angehende Modedesignerin Viola Widjaja (7.Semester FH Trier-Fachrichtung Modedesign) hat geschafft, was unseren Fußballern nicht gelungen ist - sie ist Weltmeisterin geworden. Bei der internationalen Strickmesse "Pitti Immagine Filati" (Florenz) hat die FH Trier-Fachrichtung Modedesign völlig überraschend gegen eine scheinbar übermächtige Konkurrenz den ersten Preis gemacht!Alles, was Sie dazu wissen müssen, findet Ihr in der Anlage (inkl. offizieller Pressemitteilung) und Fotomaterial (soweit vorhanden) zum honorarfreien Abdruck bzw. für einen Sendebeitrag! Liebe kollegiale Grüße
Sabine Krösser
Presse- & ÖA FH Trier - Fachrichtung Modedesign P R E S S E I N F O R M A T I O N

FACHHOCHSCHULE TRIER
FACHRICHTUNG MODEDESIGN

FH TRIER GEWINNT STRICK-WM
MIT STRICK-PANZERN WIRD VIOLA WIDJAJA WELTMEISTERIN
Trier/Firenze (SK). Seit Freitag, 8. Juli hat die FH Trier eine STRICK-WELTMEISTERIN in ihren Reihen. Im Rahmen der berühmten Garnmesse Pitti Filati (vom 6. bis 8. Juli 2010) in Florenz setzte sich die angehende Modedesignerin Viola Widjaja (7. Semester FH Trier) mit voller Punktzahl (50% Votum der Fachjury und 50% der Messebesucher) völlig überraschend gegen ihre internationale Konkurrenz durch, denn noch nie war laut Projektbetreuer Prof. Dirk Wolfes eine deutsche Hochschule zur Teilnahme am italienischen Competition eingeladen!
Im direkten Wettbewerb stand die Fachrichtung Modedesign schließlich mit den renommiertesten Modehochburgen der Welt: Bunka Fashion College (Tokio), Central Saint Martins (London), Royal College (London) und Polimoda (Florenz).
Das ist so, als ob Deutschland die WM gewonnen hätte, schwärmt Fachrichtungsleiterin Prof. Barbara Best bei der Rückkehr in Trier. Und der das ambitionierte Projekt leitende Prof. Dirk Wolfes ergänzt stolz: Ja, aber mit dem Unterschied, dass wir in Florenz keine Favoritenrolle hatten. Genau wie Gewinnerin Viola Widjaja kann Prof. Barbara Best das großartige Ereignis noch gar nicht richtig fassen: Das ist wirklich etwas ganz Großes, was wir da in Florenz erreicht haben. Ich bin nun seit 18 Jahren an der FH Trier als Modedesign-Professorin tätig, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Sie müssen sich das mal vorstellen: Unsere Fachrichtung gewinnt gegen die berühmtesten und besten Modeschulen der Welt. Vor allem die beiden englischen Schulen genießen in der Branche Weltruf als Starschulen; denn die großen Labels der Welt wie Dior, Louis Vuitton, Givenchy rekrutieren ihren Nachwuchs in diesem Schulen. Auch eine Stella McCartney, ein Alexander McQueen, Christopher Bailey oder die zur Zeit angesagtesten Modedesigner haben dort studiert. Das Abschneiden bei diesem Wettbewerb ist für die Fachrichtung Modedesign der FH Trier das wirklich allergrößte Ereignis, das wir seit Bestehen erlebt haben. Die von Trier in Florenz präsentierten Modelle haben sich super gut abgehoben von den Modellen der teuren Schulen, die mit ganz anderen finanziellen Möglichkeiten ausgestattet sind als wir. Das war so als kämpfe David geben Goliath. Und überhaupt, wir hatten in der 27. KW 2010 gleich drei tolle Erfolge zu verbuchen: eine erfolgreiche Diplommodenschau in der TUFA, ein phantastisches Modedéfilé (Projektleiter Prof. Jo Meurer) in der Villa Vauban/Luxemburg und eben diesen Sieg in Italien, schwärmt Fachrichtungsleiterin Best.

Zur Entstehungsgeschichte des Erfolges
Unter dem Motto FEEL THE YARN (dt. Spüre das Garn) - Workshop und Designwettbewerb für Nachwuchs-Strickdesigner - wurde das Projekt von Toscana Promozione (Agentur für Wirtschaftsförderung in der Toskana) in Zusammenarbeit mit der Messe Pitti Immagine Filati in Florenz (http://www.pittimmagine.com/it/homef.php) und Consorzio Promozione Filati ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, den Studierenden der teilnehmenden Hochschulen die hochwertigen, in der Region um Florenz produzierten, Garne näher zu bringen.
Im Rahmen des Workshops 2010 (März) für 2 bis 4 Studenten nahmen für die FH Trier in Prato/It. teil:

Anna Bezgubenko, 4. Semester
Tanja Niegel, 6. Semester
Johanna Schäffer, 7. Semester
Viola Widjaja, 7. Semester
Das Projekt wurde geleitet von Prof. Dirk Wolfes (FH Trier).
Technisch betreut wurden die Trierer Studentinnen von den Lehrerinnen für Fachpraxis: Monika Spieles und Claudia Hannig-Roman.
Die Studierenden wurden per Workshop vor Ort in die Geschichte der Garnherstellung in der Region Florenz eingeführt und erhielten zudem einen Trendvortrag zu den Farb- und Materialtrends für die Saison Herbst-Winter 2011/2012, um sie auf den bevorstehenden Wettbewerb einzustimmen. Ferner hatten die angehenden Modedesigner ausreichend Gelegenheit, mehrere Garnfirmen der Region zu besichtigen, um hinter die Geheimnisse des Herstellungs- und Veredelungsprozesses bei den unterschiedlichen Garnarten zu kommen. Am letzten Tag des Workshops wurden die Studierenden einer der 14 am Projekt teilnehmenden Garnfirmen zugeteilt. Im nächsten Schrift durften sich die Nachwuchsdesigner bei den jeweiligen Firmen Garne aussuchen, um damit zwei Outfits zur Messe- und Wettbewerbsteilnahme zu realisieren.
Im zweiten Teil des Projektes wurden die Studierenden aufgefordert, zunächst zwei Entwurfsskizzen und eine kurze Erläuterung des Konzeptes bis zum 15. April einzuschicken. Die anschließend in Trier (und dank der guten Kontakt von Herrn Prof. Wolfes auf kollegialem Dienstweg in Apolda gestrickt, weils dort die besseren Strickmaschinen für solch feines Garn gibt) realisierten Modelle wurden sofort nach Fertigstellung (Frist 15. Juni) nach Florenz geschickt, um dann im Rahmen der Garnmesse Pitti Filati (vom 6. bis 8. Juli 2010) ausgestellt zu werden.
Während dieser renommierten Messe wurden die Messebesucher aufgefordert, für ihr Lieblingsmodell zu stimmen. Insgesamt gaben über 700 Fachbesucher ihre Stimme ab. Zudem wurden die Outfits von einer hochkarätigen Fachjury unter die Lupe genommen, welche ihrerseits ihre Stimme abgab. Die Stimmen der Messebesucher und die der Fachjury wurden jeweils zu gleichen Teilen mit 50% gewertet. Dabei erreichte Viola Widjaja - Studentin der Fachrichtung Modedesign der FH Trier - volle Punktzahl. Sie darf sich als Gewinnerin nun über ein Stipendium für ein Masterstudium freuen. Die Siegerehrung fand am 8. Juli in Florenz statt. Dazu Prof. Dirk Wolfes: Unter den teilnehmenden Hochschulen hat die Fachhochschule Trier die besten Bewertungen bekommen und konnte sich durch technisches Know-How im Bereich Strick besonders hervortun.
Und das sagt die Strick-Weltmeisterin - Viola Widjaja: Ich hätte nie damit gerechnet, auch nur eine geringe Chance zu haben, den Wettbewerb zu gewinnen und hatte eigentlich nur frei nach dem Motto Dabeisein ist alles in Italien teilgenommen. Dementsprechend bin ich natürlich überrascht und überwältigt! Es ist aber auf jeden Fall ein tolles Gefühl, wenn man bestätigt bekommt, dass das, was man als (angehender) Designer macht, nicht nur einem selbst, sondern auch anderen gefällt. Ich freue mich aber (ganz ehrlich!) vor allem für die FH Trier, dass wir uns gegen die namhafte Konkurrenz aus dem Ausland so hervorragend behauptet haben. (O-Ton)

Viola Widjaja (7. Semester FH Trier - Fachrichtung Modedesign) erläutert ihre Gewinnermodelle:
Die Kombination aus fragilen Kokons aus feinen, durchbrochenen Gestricken in Kombination mit schweren, voluminösen, Strick-Panzern soll illustrieren wie wir uns zwar verhüllen, es jedoch trotzdem zulassen, dass ein Teil von uns für unsere Mitmenschen sicht- und spürbar bleibt. Auf der anderen Seite verspüren wir hin und wieder den Drang uns vor der Außenwelt durch einem Panzer zu schützen . Dieses Wechselspiel aus sich zeigen und sich schützen ist die Basis der non-verbalen Kommunikation zwischen Menschen.

Für die schleierartigen Gestricke habe ich edle Viscose/Polyamid und Viscose/Nylon Garne mit und ohne Lurex verwendet und mit unterschiedlichen Loch- und Henkelmustern experim
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