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Von Meeresgrund bis Genpflanzen: Vechtaer Umweltwissenschaftler mit neuen Forschungsprojekten

11.07.2003 - (idw) Hochschule Vechta

Von der Erkundung des Meeres bis zur Analyse möglicher Schädigungen von Schutzgebieten durch Genpflanzen: In der Abteilung Landschaftsökologie des Instituts für Umweltwissenschaften der Hochschule Vechta haben jetzt unter der Leitung von Prof. Dr. Winfried Schröder gleich zwei neue öffentlich geförderte Forschungsprojekte begonnen. Bei beiden Projekten spielen Geographische Informationssysteme (GIS) eine entscheidende Rolle. Mit diesen Systemen werden raumbezogene Daten computergestützt verarbeitet und zum Beispiel in dreidimensionalen Karten und animierten Darstellungen zugänglich gemacht.

Ziel des ersten neuen Projekts ist ein internetfähiges Geo-Informationssystem zur kartografischen Darstellung und Typologisierung von Daten über den Meeresgrund und den Wasserkörper der Nord- und Ostsee. Ein internationales Expertengremium hat das Projekt aus 41 Vorschlägen ausgewählt. Gefördert wird es von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesforschungsministerium. Die Arbeitsgruppe Schröder kooperiert bei dem Forschungsvorhaben mit dem international angesehenen Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven (AWI) und der Fachhochschule Neubrandenburg. Aufgabe der Umweltwissenschaftler aus Vechta ist es, ihr Fachwissen bei der ökologisch-statistischen Klassifizierung von Landschaften in die Meeresumweltwissenschaften einzubringen und mit dem meeres-geowissenschaftlichen Fachwissen der Kollegen aus dem AWI sowie der landschaftsinformatischen Expertise der Neubrandenburger Kollegen zu verknüpfen.

Im zweiten Projekt geht es um negative Veränderungen von Landschafts- und Naturschutzgebieten durch benachbarte Äcker, auf denen gentechnisch veränderter Raps oder Mais wächst. Ausgehend von den ökologischen Eigenschaften dieser Pflanzen und ihrer gentechnisch veränderten Varianten werden mögliche ökologische Wirkungsketten analysiert und Informationen zu Anbaupraxis, Ausbreitung und räumlicher Verteilung potenzieller Kreuzungspartner ausgewertet und verknüpft. Dies bildet die Grundlage dafür, die Folgen für die genetische Vielfalt, die Artenzusammensetzung und die Ökosystemfunktionen von Schutzgebieten zu analysieren. Zur Identifikation von Regionen, für die besondere Schutzmaßnahmen erforderlich sein könnten, werden Informationen über Landschafts- und Naturschutzgebiete mit Daten über Anbaugebiete gentechnisch veränderter Pflanzen in einem Geographischen Informationssystem verknüpft. Die Ergebnisse der Szenariorechnungen werden mit dem GIS kartografisch abgebildet. An dem Projekt beteiligt sind auch das Umweltforschungs- und Technologiezentrum der Universität Bremen und das Ökologie-Zentrum der Universität Kiel. Finanziert wird es vom Bundesamt für Naturschutz im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Kontakt
Prof. Dr. Winfried Schröder
Hochschule Vechta
Institut für Umweltwissenschaften
Postfach 1553, 49364 Vechta
Tel. 04441/15-559
E-Mail: wschroeder@iuw.uni-vechta.de
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