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Kochprojekt INICON am ttz Bremerhaven: Heiße Sachen in Paris

12.07.2003 - (idw) Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven

Bis vor kurzem rauchten noch die Köpfe, dann kochten die Töpfe: Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz Bremerhaven) hat die erste Etappe im internationalen Kochprojekt INICON erfolgreich bewältigt.

"Das erste Treffen mit den beteiligten europäi-schen Starköchen seit dem Start im Januar hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", urteilt Gerd Klöck, Professor für Bioverfahrenstechnik an der Hochschule Bremen und Projektverantwortlicher im Bremerhavener Biotechnologiezentrum Bio-Nord. Das mit EU-Mitteln geförderte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Entwicklung neuer Verfahren die Koch-Techniken in der Gastronomie zu revolutionieren.

"Die Köche hatten zu Jahresanfang einige Ideen und Wünsche vorgetragen, die wir dann mit den Mitteln der modernen Wissenschaft - besonders der Lebensmittelbiotechnologie - probeweise umgesetzt haben. Die Ergebnisse wurden nun in Paris den Star-Chefs präsentiert", beschreibt Klöck die kulinarische Zusammenkunft. "Einhelliges Urteil: Wir Wissenschaftler können nicht kochen, aber unsere Ideen sind sehr gut."

Für die Star-Chefs wie Alfredo Adrià aus Barcelona oder Oliver Schmidt aus Bremen brachte die Konferenz einen "Aha-Effekt": "Sie haben jetzt gesehen, über welche Möglichkeiten die Wissenschaft verfügt, verschiedene natürliche Prozesse zur Herstellung neuer Geschmacksvariationen zu nutzen", erläutert Klöck. "Auf Basis dieser Ergebnisse schließen sich jetzt verschiedene Partner zu Gruppen zusammen, um bestimmte Anliegen zu erfüllen - etwa nicht-süße Zuckerglasuren, in die ein neuer Geschmack eingegeben werden kann." Auch herrsche Interesse daran, etwa Desserts mit der gleichen Menge an Ballaststoffen wie Obst zu kreiern.

Zu den Projektpartnern aus Norddeutschland zählen neben dem ttz Bremerhaven auch die Firmen Grashoff/ Bremen, Biozoon/ Biotechnologiezentrum Bio-Nord Bremerhaven sowie Alphatec/ Bremerhaven. Weitere beteiligte Starköche sind Heston Blumenthal aus England sowie Christian Conticini aus Paris. Zusätzliche INICON-Wissenschaftler sind Hervé This, Inhaber eines Koch-Lehrstuhls an der Sorbonne sowie die Leiter der berühmten Pariser Kochschule Écoles-Ferrandi.

"Das Projekt INICON stellt unter Beweis, wie die moderne Wissenschaft nicht nur in der industriellen Produktion, sondern auch im alltäglichen Leben Anwendung finden kann", sagt dazu Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven. "Unser Ziel ist es, diesen Technologie-Transfer mit INICON so weit zu bringen, dass jeder Zuhause die neuen Rezepte anwenden kann. Dabei werden auch neue Kochgeräte entwickelt, deren Produktion und Vertrieb wirtschaftliche Impulse für unsere Region geben wird."

Dem ttz Bremerhaven sind sechs Forschungsinstitute zugehörig, die sich der Entwicklung moderner marktfähiger Produkte und Prozesse verschrieben haben. Dies sind jeweils das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB); das Umweltinstitut; das Institut für Energie- und Verfahrenstechnik (IEV); das Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT); das Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS) sowie das Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS). Homepage: www.ttz-bremerhaven.de

Medienrückfragen:
Boris Trelle, ttz Bremerhaven, Pressesprecher
Tel. 0471 / 9448 -607; 0170 / 344 3662; Email: btrelle@ttz-bremerhaven.de
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