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5. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme (DGINA) e.V.

16.08.2010 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfallaufnahme (DGINA) e.V. lädt vom 22. bis zum 24. September zu ihrer 5. Jahrestagung ins Universitätsklinikum Aachen (UKA) ein.

Im Laufe der drei Tage haben Sie Gelegenheit, den Experten für den Notfall bei Trainings und Workshops über die Schulter zu schauen und Einblick zu nehmen in eines der komplexesten und anspruchsvollsten Handlungsfelder in der medizinischen Versorgungskette.

Beispielhaft hier einige Themen, die für die Berichterstattung von besonderem Interesse sein könnten.

Schockraumtraining Fallsimulation
Schwerstverunfallte Patienten werden von einem großen Team medizinischer Spezialisten versorgt, die eine perfekt organisierte Mannschaftsleistung erbringen müssen. Damit jeder Handgriff sitzt und koordiniert ist, muss die Arbeit im sogenannten Schockraum eingeübt werden. Unter realistischen Bedingungen werden dabei verschiedene Szenarien an täuschend echten Trauma-Patienten simuliert. Für dieses Training wird die Bundeswehr einen großen Container (Teil eines Feldlazaretts) aufbauen.

Deeskalation in der Notfallmedizin
Die Ausnahmesituation ist bei medizinischen Notfällen die Regel. Das Notaufnahmeteam trifft oft auf Menschen, die Angst haben und deswegen irrational reagieren. Wie kann das Team dennoch Ruhe bewahren, und die Situation für die Patienten und Angehörigen beruhigen? Die Deeskalation gehört in vielen kritischen Momenten zu den Schlüsselkompetenzen eines Notfallmediziners. In Theorie und Praxis üben die Tagungsteilnehmer emotionale Erregungszustände durch spezifische Deeskalationstechniken in den Griff zu bekommen. Dabei werden auch Methoden der Eigensicherung sowie juristische Grundlagen vermittelt.

Berufspolitik: Ohne Profis gibt es keine professionelle Notfallmedizin
Erfolgreiche Notfallmedizin braucht langjährige Erfahrung und kann nur in einem exzellent strukturierten Umfeld stattfinden. Bisher ist in Deutschland weder für die Pflegekräfte noch für die Ärzte eine spezifische Ausbildung für die Tätigkeit in der Notaufnahme etabliert. Die DGINA fordert für die Tätigkeit in der Notaufnahme eine Professionalisierung, die Leben retten wird. Ein Facharzt für Notfallmedizin, den viele Länder Europas eingeführt haben, wird in Deutschland nicht anerkannt. Zu diesen zentralen Fragen sollen im Gespräch mit Experten die Vor- und Nachteile der Facharzteinführung diskutiert und die Situation in Deutschland mit der in unseren Nachbarländern verglichen werden.

Weitere Informationen zum Programm, den Themen und den Referenten finden Sie im Programmheft im Anhang.


Angelika Christ
Anhang
Programmheft
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