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IPA.VALVE - Zuverlässig Dosieren ohne Nachtropfen

23.08.2010 - (idw) Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Das kleinste integrierbare Schließventil der Welt wird vom 13.16. September 2010 auf der MICROSYS, der 4. Fachmesse für Mikro- und Nanotechnologie in Stuttgart vom Fraunhofer IPA vorgestellt (Halle 9, Gemeinschaftsstand MST-BW, Landesmesse Stuttgart). Ob beim Seifenspender im Bad, der Klebstofftube im Büro oder genau dosierbarer
Flüssigkeiten in der Fertigung: Nachtropfen ist immer unerwünscht, oft ärgerlich und kann zu fehlerhaften Produkten führen. Ursache für das Nachtropfen beim Dispensen ist der nach dem Fördern herrschende Überdruck im System. Ein Ventil, das sich unmittelbar am Austrittspunkt platzieren lässt und nach dem Dosieren sofort abdichtet, soll nun Abhilfe schaffen. Sein Durchmesser lässt sich bis unter zwei Millimeter skalieren und ermöglicht damit die Realisierung des kleinsten schaltbaren Schließventils der Welt. »IPA.VALVE« heißt die Entwicklung des Fraunhofer IPA, die in Form einer adaptierbaren
oder produktintegrierten Einheit umgesetzt werden kann. So lässt sich das Ventil zum einen beispielsweise als integrierte Lösung direkt in den Auslassbereich eines Flüssigkeitsbehälters oder einer Tube einarbeiten. Zum anderen kann das Ventil als eine zusätzliche Komponente zur Ergänzung beispielsweise von konventionellen Dosiersystemen wie den verbreiteten Zeit-Druck-Dispensern angewandt werden. Möglich ist auch eine Ausführung als Einwegprodukt.

Das Öffnen des im Normalzustand geschlossenen Ventils wird dadurch erreicht, dass die zwischen dem Schließelement und dem Ventilsitz wirkende magnetische
Anziehungskraft überwunden wird. Das kann auf zweierlei Weise erfolgen: zum einen durch die definierte Erhöhung des angelegten Förderdrucks über den eingestellten Schwellwert, zum anderen durch einen extern angeordneten Magneten, der von außen auf die Schließkugel einwirkt und damit eine radiale Auslenken der Schließkugel bewirkt. Das Ventil schließt sofort wieder, sobald eine Druckminderung bzw. die Entfernung des externen Magneten erfolgt.

Die Möglichkeit der Miniaturisierung und Integration sowie einer Anordnung mehrerer Ventile macht das Fraunhofer IPA.VALVE vielseitig und in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen sowohl für Flüssigkeiten als auch für Gase einsetzbar.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schlenker
Telefon +49 711 970-1508
dirk.schlenker@ipa.fraunhofer.de

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