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Schaumschläger zur Langen Nacht der Wissenschaften

02.09.2010 - (idw) Deutsches BiomasseForschungsZentrum

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 24. September 2010 wird im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig ordentlich Schaum geschlagen. Der Biotechnologe Dr.-Ing. Andreas Zehndorf und sein Team erläutern den Besuchern ihre Forschungen zur unerwünschten Schaumbildung in Biogasanlagen. Die Produktion von Biogas als alternativer Energieträger gewinnt immer mehr an Bedeutung. Eine der häufigsten Betriebsstörungen in Biogasanlagen ist die unkontrollierte Schaumbildung in den Anlagen. Sie verursacht Probleme, die von der Krustenbildung an der Reaktorwand, dem Ausfall von Schiebern, der Verschmutzung der Gas- bzw. Kondensatleitungen bis hin zum Überschäumen und kompletten Stillstand der Anlage reichen können. Dadurch wird der Gasertrag der Anlagen verringert und der wirtschaftliche Gewinn sinkt.
Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig erkundet ein Team um den Biotechnologen Dr.-Ing. Andreas Zehnsdorf die Ursachen der Schaumbildung und entwickelt ein Frühwarnsystem für Biogasanlagen. Die Forschungen werden durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Programm zur Energetischen Biomassenutzung im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert.
Um herauszufinden, wie sich der Schaum in Biogasanlagen zusammensetzt und wann er auftritt, werden Substratproben von verschiedenen Biogasanlagen mit schäumenden Biogasreaktoren untersucht und verglichen. Anhand der gesammelten Daten lassen sich Muster und Zusammenhänge erkennen und Vorhersagen treffen. Parallel zu den Proben großtechnischer Biogasreaktoren wird im labortechnischen Maßstab gezielt Schaum im Biogasprozess erzeugt. Die Wissenschaftler suchen nach Maßnahmen zu seiner Beseitigung, die anschließend in der Praxis auf ihre Brauchbarkeit getestet werden sollen.
Zur zweiten Leipziger Langen Nacht der Wissenschaften am 24. September 2010 werden Dr.-Ing. Andreas Zehnsdorf und seine Kolleginnen ab 18:00 Uhr stündlich im KUBUS-Foyer Schaum schlagen und die Grundlagen ihrer Forschungen erläutern.

Das Förderprogramm
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative das Programm Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung aufgelegt. Im Zuge dieses Programms wird das Verbundprojekt Vergleichende Untersuchungen an großtechnischen Biogasreaktoren - Verfahrenstechnische, mikrobiologische, ökologische und ökonomische Bewertung und Optimierung (Förderkennzeichen 03KB011A-C) gefördert, an dem auch die Schaumforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung beteiligt ist.

Kontakt:
Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ)
Angela Gröber Öffentlichkeitsarbeit/Bereich Bioenergiesysteme
Torgauer Straße 116
04347 Leipzig
Telefon: +49 (0) 341-2434-457
E-Mail: angela.groeber@dbfz.de
Weitere Informationen: http://www.energetische-biomassenutzung.de/de/projekte/projektliste/details/proj...
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