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Zwischen technischem Fortschritt und Unterhaltung die Faszination Computerspiel

08.09.2010 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Pünktlich nach der Sommerpause lädt die GenerationenHochschule interessierte Bürgerinnen und Bürger der Harzregion am Dienstag, dem 5. Oktober 2010, zur Fortsetzung der beliebten Vorlesungsreihe in das AudiMax, Gebäude Papierfabrik, auf den Wernigeröder Hochschulcampus ein. Zwischen 17 und 19 Uhr referiert Prof. Martin Kreyßig, Professor für digitales Bewegtbild am Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz, zum Thema Von der Faszination des Spiels Über den Zusammenhang von Spiel, Kultur und Ästhetik.

Die Veranstaltung beleuchtet die kulturellen und historischen Grundlagen der Faszination Spiel und geht dabei auf die Funktion von Neugier, Emotion und Lernbegeisterung ein. Computerspiele üben vielfache Reize aus. Sie sind technische Hochleistungsprodukte, präsentieren audiovisuelle oder multisensorische Reize der Extraklasse, bringen den emotionalen Haushalt gewaltig auf Trab und tragen dabei Storys, Spiel und Spannung rund um den Globus, erklärt Kreyßig. Der Medienexperte liefert vor allem sachliche Argumente zum Wert des Spielens in digitalen Welten und ermöglicht den Teilnehmern so eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Das gegenwärtige Medium Computerspiel mit all seinen Facetten, Genres und Stilrichtungen ist mit der Situation der Filmindustrie um 1930 vergleichbar: umstritten aber etabliert und mit viel Potential zur Entwicklung. Denn Computerindustrie, Chiphersteller, Software- und Hardwareentwicklung, mobile Telefonie und besonders das Internet beschleunigen die ästhetischen Prozesse dieses Mediums gewaltiger als es dem Film jemals widerfahren ist, betont Kreyßig.

Prof. Martin Kreyßig wurde 1960 in Köln geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur (1980) ging er bis 1983 an der Kunstakademie Düsseldorf dem Bildbühnen- sowie dem Film- und Videostudium nach. Danach studierte Kreyßig bis 1987 an der Film- und Fernsehakademie Berlin und ließ sich zum Regisseur ausbilden. Zeitgleich produzierte er bereits ab 1985 Kunstfilme in Zusammenarbeit mit Museen, diversen Künstlern und Galerien. In den Jahren 1987 bis 1988 hielt er sich in Madrid und Dublin auf. Seit 1989 wohnt er in Hamburg und ist als Regisseur, Autor und Kameramann im Auftrag von Künstlern, Architekten, Galerien und Museen sowie ARTE, ZDF, 3Sat und NDR tätig. 1991 gründete Kreyßig die Martin Kreyßig Filmproduktion und war fortan Künstlerischer Berater und Co-Regisseur bei Werbefilmproduktionen zahlreicher namhafter Unternehmen. Zwischen 1998 und 2001 lehrte er Filmgeschichte an der Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in Kiel, bevor er 2002 zum Professor für digitales Bewegtbild an die Hochschule Harz berufen wurde.

Für eine Teilnahme an den Veranstaltungen der GenerationenHochschule ist eine Registrierung zu jeder einzelnen Vorlesung notwendig. Anmeldungen sind online unter http://www.generationenhochschule.de möglich. Hier sind ebenfalls das gesamte Veranstaltungsprogramm des Jahres 2010 und die fotografischen Impressionen von den bereits erfolgten Vorlesungen abrufbar.
Weitere Informationen: http://www.generationenhochschule.de
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